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Leichtathletik-EM : Nur Röhler macht es mächtig spannend

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Thomas Röhler wirft sich so gerade noch ins Finale. Bild: dpa

Johannes Vetter, Thomas Röhler, Andreas Hofmann: Drei deutsche Speerwerfer wollen zeigen, dass sie nicht umsonst die Top-3 in der Welt sind. Es wird auch Zeit.

          Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler hat es spannend gemacht und sich erst auf den letzten Drücker für das Finale der Berliner Leichtathletik-EM qualifiziert. Der 26-Jährige aus Jena schaffte am Mittwoch in der Qualifikation die erlösenden 85,47 Meter erst im letzten Versuch. Röhler hatte Gänsehaut bei seinen drei Würfen im Olympiastadion, aber nie Zweifel am Einzug ins Finale. „Ich war technisch in allen Würfen stabil und war mir zu 99 Prozent sicher, dass es klappt. Vielleicht auch zu 100 Prozent“, sagte der Thüringer.

          Weltmeister Johannes Vetter und der deutsche Meister Andreas Hofmann zogen dagegen locker ins Finale am Donnerstagabend (20.22 Uhr) ein. Die geforderte Qualifikations-Weite (82,00) übertrafen Vetter (87,39 Meter) und Hofmann (82,36 Meter) bereits mit dem ersten Wurf. Am Donnerstagabend (20.22 Uhr) kämpfen die drei deutschen Asse, die auch in der Weltbestenliste ganz oben stehen, um die Medaillen. Die bis dato letzte EM-Plakette (Silber) hatte Matthias de Zordo vor acht Jahren in Barcelona gewonnen.

          Vetter ging leicht humpelnd aus der Arena. „Ich muss jetzt erst mal zum Physio“, erklärte der 25-Jährige aus Offenburg. Beim Einwerfen war der Modellathlet leicht umgeknickt und hatte sich dabei Bänder überdehnt. „Die Anlage ist top, ich bin sehr zufrieden“, sagte Hofmann, der als erster zum Duschen durfte. „Morgen gibt jeder sein Bestes, im Finale ist auch starke internationale Konkurrenz – die anderen können auch Speerwerfen“, meinte der 26 Jahre alte Mannheimer. „Wer dann schließlich auf eins, zwei, drei steht – das werden wir sehen.“

          Hofmann bringt einen ganzen Fanclub mit. „Eine ganze Stadt ist stolz auf mich. Viele sind hier in Berlin, Freunde, Familie – und zu Hause vor dem Fernseher fiebern auch viele mit. Das gibt einem schon Rückenwind“, erzählte der Student der Sportwissenschaften. Gold, Silber, Bronze im Speerwerfen der Männer für eine Nation – das gab es bei Europameisterschaften seit der Premiere im Jahr 1934 noch nie. Der frühere Weltrekordler Uwe Hohn (1982) und Klaus Tafelmeier (1986) waren die bis dato letzten deutschen Sieger in dieser Disziplin.

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