Kinderfußball : Watzke kritisiert Nachwuchsreform
Die Reform im Nachwuchsbereich wird stark diskutiert. DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke nennt sie nun „unfassbar und für mich nicht nachvollziehbar“.
DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke hat die vom Deutschen Fußball-Bund geplanten Reformen im Nachwuchsbereich scharf kritisiert. „Unfassbar und für mich nicht nachvollziehbar“, sagte Watzke, der in Personalunion auch Aufsichtsratschef der Deutschen Fußball Liga und Geschäftsführer von Borussia Dortmund ist, am Mittwochabend beim DUP Unternehmertag in Essen. Er kündigte eine Reform der Reform an: „Das haben wir gerade beschlossen.“ Der neue DFB-Sportdirektor Hannes Wolf bestätigte das am Donnerstag nicht. Der DFB hatte Wolf erst Ende August als neuen, für den Nachwuchs zuständigen Direktor vorgestellt. Wolf hatte die Reform ausführlich erläutert und verteidigt. Zuletzt waren die Umstrukturierung der Nachwuchswettbewerbe und die Abschaffung der bisherigen A- und B-Junioren-Bundesligen beschlossen worden. Kernpunkt der Kritik ist, dass es angeblich nicht mehr ums Gewinnen und Verlieren geht. „In den neuen Spielformen im Kinder- und Jugendfußball wird Leistung gefordert und durch die unmittelbare Rückmeldung des Gewinnens und Verlierens gefördert“, sagte Wolf laut einer Pressemitteilung. „Die neuen Spielformate sind nicht starr, sondern wir haben in der Zukunft immer die Möglichkeit, sie weiterzuentwickeln und an die Realitäten auf Deutschlands Plätzen und an die besten Lernbedingungen anzupassen.“
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