WM-Kommentar : Stich ins Handball-Herz

Die breite Masse in Deutschland wird die Handball-WM 2017 nicht im TV sehen können. Schuld ist der Weltverband, der nicht nur in diesem Fall zurecht deutliche Kritik erntet.
Wer den Internationalen Handballverband kritisiert, trifft grundsätzlich keinen Falschen. Was die IHF unter der Führung des undurchsichtigen Ägypters Hassan Moustafa über die Jahre entschieden und durchgesetzt hat, war so gut wie nie zum Wohle des Sports. Die Fülle an Turnieren, die neuen Regeln, der Fernsehvertrag mit dem Al-Dschazira-Ableger „beIN Sports“, zuletzt das angekündigte Harzverbot – wer sich mit Spielern und Trainern unterhält, erntet nur ein Kopfschütteln, wenn es um die Eingriffe des Weltverbandes ins Herz des Spiels geht. „Da sitzen alte Leute und entscheiden, die weit, weit weg vom Handball sind“, sagte der Flensburger Trainer Ljubomir Vranjes gerade erst der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.





