Geplatzter Olympiatraum : Favoritin Taubitz stürzt
Mit einem Bahnrekord eröffnet die Rennrodlerin aus Sachsen den Wettbewerb. Im zweiten Durchgang verliert sie in einer tückischen Passage alle Hoffnung auf Gold. Dennoch winkt den Deutschen ein großer Erfolg.
F.A.Z. Peking ⋅ Julia Taubitz rutschte auf dem Bauch liegend zu Tal: geplatzt der Traum vom Gold für die beste Rennrodlerin der Saison. Da schlug Bundestrainer Norbert Loch die Hände vors Gesicht. Der olympische Wettbewerb hatte am Montag glänzend begonnen für die Sächsin: Streckenrekord im ersten Lauf, den Angriff der Teamkollegin Natalie Geisenberger pariert. Auch im zweiten Lauf raste Taubitz stabil durch die Eisröhre von Yanqing, bis sie in der gefürchteten Passage 13, nicht weit vor dem Ziel, die Ideallinie verließ, zu weit hinaufschoss in die seitliche Wölbung, kippte und ins Ziel rutschte. „Sie ist erst mal am Boden zerstört“, sagte Loch, aber äußerlich unverletzt. Vor ihr war der schnellen Österreicherin Madeleine Egle das gleiche Malheur passiert. Die Nerven? Vor den abschließenden beiden Läufen an diesem Dienstag (12.50 Uhr MEZ) führt Geisenberger mit 0,208 Sekunden Vorsprung vor der dritten Deutschen, Anna Berreiter. Taubitz liegt etwa eine Sekunde hinter dem Bronzerang.
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