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Schuldenschnitt beim FCK : Gläubiger stimmen Insolvenzplan zu

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Die Hütchenspieler des 1. FC Kaiserslautern können aufatmen: dem Insolvenzplan wurde zugestimmt. Bild: dpa

Die „geplante Pleite“ des 1. FC Kaiserslautern steht vor dem Abschluss. Die 17.000 Gläubiger geben sich mit vier Prozent der Außenstände zufrieden. Eine Investorengruppe stellt frisches Geld zur Verfügung.

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          Die Gläubiger des hoch verschuldeten Fußball-Drittligaklubs 1. FC Kaiserslautern haben dem vom viermaligen deutschen Meister und zweimaligen Pokalsieger erarbeiteten Insolvenzplan zugestimmt und damit den Weg zu einem wirtschaftlichen Neuanfang frei gemacht.

          Dank des Votums der Geldgeber auf der Gläubigerversammlung an diesem Donnerstag kann die im September 2018 gegründete Kapitalgesellschaft 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA entschuldet werden. Eine regionale Investorengruppe wird vier Prozent der Außenstände an die mehr als 17.000 Gläubiger überweisen und zudem frisches Kapital in Höhe von elf Millionen Euro in den Verein pumpen. Die restlichen Schulden verfallen.

          „Die Gläubiger haben einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass die Geschichte des FCK fortgeschrieben werden kann“, sagte Sachverwalter Andreas Kleinschmidt nach der Gläubigerversammlung: „In einer gemeinsamen Anstrengung ist es uns im Wege eines vernünftigen Ausgleichs der Interessen gelungen, die Arbeitsplätze und die Zukunft am Betzenberg im Interesse der Gläubiger, der Anhänger sowie der ganzen Region zu sichern.“

          Die hoch verschuldeten „Roten Teufel“ hatten Mitte Juni die günstigen Rahmenbedingungen als Folge der Coronakrise genutzt und Insolvenz angemeldet. So hatte die sogenannte Planinsolvenz keine sportlichen Konsequenzen, da der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den üblichen Punktabzug ausgesetzt hatte.

          „Ich danke allen Beteiligten in diesem Verfahren für die kritisch konstruktiven Gespräche und die jeweiligen Sanierungsbeiträge. Wir sind wie angekündigt diesen für den FCK schwierigen, aber alternativlosen Schritt gegangen und sehen ihn als große Chance für eine erfolgreiche Zukunft des 1. FC Kaiserslautern“, sagte FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt.

          Der Verein geht nun davon aus, dass das am 1. September eröffnete Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung in Kürze beendet wird. Danach wolle man sich „gemeinsam mit unseren Investoren der Saar-Pfalz-Invest GmbH engagiert auf die kurz-, mittel- und langfristigen Ziele des FCK konzentrieren“, betonte der Beiratsvorsitzende Markus Merk. Die Investorengruppe wird insgesamt rund 33 Prozent neuer Aktien der KGaA erwerben.

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