Fußballmärchen in England :
Geld und Luton

Thomas Klemm
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Im Stadion Kenilworth Road soll bald der Premier-League-Ball rollen.
Im Stadion Kenilworth Road soll bald der Premier-League-Ball rollen.Reuters

Es gibt keine Kleinen mehr im großen Fußballgeschäft? Luton Town FC hat es zurück in die Premier League geschafft – ganz ohne Onkel aus Amerika und vom Persischen Golf.

Für die Behauptung, es gebe keine Kleinen mehr im großen Fußballgeschäft, hätte man vor einiger Zeit fünf Euro ins Phrasenschwein stecken müssen. Und nun? Könnte man einen Teil des Geldes, sagen wir, 1,20 Euro, zurückverlangen. 20 Cent Wech­selgeld gäb’s für den 1. FC Heidenheim, einen Fußballverein mit nur 8500 Mitgliedern und ein Stadion mit lediglich 15.000 Plätzen, der fortan als nächstes Minimitglied in der ewigen Bundesligatabelle geführt wird.

Einen Euro Rückgeld gäb’s sogar für Luton Town FC, der es nach 31 Jahren voller Finanzskandale, Rekord-Punktabzügen und sportlicher Abstürze bis hinab in die sechste Liga wieder zurück in die Premier League geschafft hat.

Sensationell wird das Aufsteigermärchen dadurch, dass sich die englische Eliteliga in den drei Jahrzehnten zur reizvollsten der Welt entwickelt hat, während die Zeit in Luton stehen geblieben ist. Das Stadion Kenilworth Road fasst weiterhin nur 10.226 Zuschauer und ähnelt für Premier-League-Ansprüche einer Bruchbude.

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Das erste Heimspiel, für diesen Samstag gegen den FC Burnley geplant, musste verschoben werden, weil die Stadionsanierung länger dauert als geplant. Für eine Rasenheizung reicht die Zeit nicht mehr.

Sollte Luton die Klasse halten und dafür 200 Millionen Euro einstreichen, wäre Geld da für ein neues Stadion. Wunderbar, dass ein Klub durch Geschick nach oben kommen kann und nicht nur dank reicher Onkel aus Amerika und vom Persischen Golf!

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