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Premier League : Klopp bleibt mit Liverpool an der Spitze

  • Aktualisiert am

Glückliche Mienen nach dem Schlusspfiff: Jürgen Klopp (rechts) und Andrew Robertson. Bild: Reuters

Nachdem Manchester City in der Premier League kurzzeitig an den Reds vorbeigezogen war, ist zum Ende des Spieltags wieder alles beim alten. Gegen einen Rivalen gelingt dem FC Liverpool ein überzeugender Sieg. Anschließend wütet dessen Trainer.

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          Der FC Liverpool hat am Sonntag mit einem Sieg gegen den englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United die Tabellenspitze ganz schnell zurückerobert. Das Team von Coach Jürgen Klopp setzte sich mit 3:1 (1:1) gegen den Erzrivalen durch und verdrängte Meister Manchester City, der am Samstag den FC Everton mit 3:1 (1:0) besiegt hatte, wieder von Platz eins. Der FC Arsenal erlebte unterdessen eine überraschende 2:3 (1:2)-Pleite beim FC Southampton, wo der neue Trainer Ralph Hasenhüttl ein gelungenes Heimdebüt feierte.

          Für Liverpool trafen der Senegalese Sadio Mané (24. Minute) und der kurz zuvor eingewechselte Schweizer Xherdan Shaqiri (73./80.). Nach einem Patzer von Liverpool-Torwart Alisson Becker hatte der englische Nationalspieler Jesse Lingard (33.) zwischenzeitlich ausgeglichen. Liverpool ist als einziges Team in dieser Premier-League-Saison noch unbesiegt, hat 45 Punkte und damit einen Zähler mehr als Man City. Am 3. Januar treffen die Konkurrenten in Manchester aufeinander.

          Meister City hatte sich dank Gabriel Jesus (22./50.) und Raheem Sterling (69.) gegen Everton durchgesetzt. Für die Toffees traf Dominic Calvert-Lewin (65.). Eine Woche nach der ersten Saisonpleite war Trainer Pep Guardiola erleichtert. „Das war schwer heute“, sagte Guardiola. „Die Spieler haben eine großartige Reaktion gezeigt.“

          Nach 14 Spielen ohne Niederlage musste sich Arsenal am Sonntag gegen die Saints geschlagen geben. Danny Ings (20./44.) und Charlie Austin (85.) ließen ihren neuen Trainer jubeln. Bei Austins Tor verschätzte sich der deutsche Keeper Bernd Leno und unterlief eine Flanke. Zuvor hatte der frühere Dortmunder Henrich Mchitarjan (28./53.) zweimal für die Gunners ausgeglichen, bei denen Mesut Özil nach Rückenbeschwerden zurückkehrte. Der ehemalige deutsche Nationalspieler wurde eingewechselt.

          Hasenhüttl war überglücklich. „Es ist unglaublich, was das Team in einer Woche erreichen kann“, sagte der frühere Coach von RB Leipzig beim Sender BBC. „Ich bin sehr stolz, wie konzentriert und kompromisslos sie waren, und als sie die Chance hatten, wie gnadenlos sie waren.“ Die Saints verließen durch den Sieg die Abstiegszone.

          Arsenal blieb auf Platz fünf, drei Punkte hinter dem Vierten FC Chelsea, der sich mit 2:1 (2:0) bei Brighton & Hove Albion durchsetzte. Pedro (17.) und Eden Hazard (33.) trafen für die Blues. Auf dem dritten Platz rangiert Tottenham Hotspur. Die Spurs siegten am Samstag erst in der Nachspielzeit durch einen Treffer von Christian Eriksen (90.+1) gegen den abstiegsbedrohten FC Burnley.

          Ebenfalls in höchster Abstiegsnot stecken der deutsche Trainer David Wagner mit Huddersfield Town nach einem 0:1 (0:0) gegen Newcastle United und der frühere Dortmunder André Schürrle mit dem FC Fulham, der mit 0:2 (0:2) im London-Derby gegen West Ham United unterlag.

          Mourinho in Rage

          José Mourinho hat wieder einmal die Fassung verloren. Der Trainer des englischen Fußball-Rekordmeisters Manchester United wurde nach der 1:3 (1:1)-Niederlage seines Teams beim FC Liverpool gegenüber einem Sky-Reporter ungehalten. „Nennen Sie die Spieler etwa unehrlich?!“, erwiderte Mourinho auf die Frage, ob er noch die volle Unterstützung seines Teams habe und die Spieler für ihn spielen würden. „Ich glaube, dass sie ehrlich sind“, sagte Mourinho empört. „Sie glauben, dass sie unehrlich sind.“ Das wollte der Reporter nicht auf sich sitzen lassen. „Es gibt da einen feinen Unterschied“, sagte er. „Ich stelle Ihnen die ehrliche Frage, ob Sie glauben, dass die Spieler 100 Prozent für Sie geben.“ Mourinho sah jedoch keinen Unterschied. „Ein Fußballer muss jeden Tag alles geben (...), ganz egal, wer der Trainer ist“, sagte er. „Es geht um Respekt für den Verein und Respekt für die Fans. Wenn er nicht sein Bestes gibt, ist das unehrlich.“ Das sei aber nicht der Fall, stellte Mourinho klar. „Die Spieler, die heute auf dem Platz waren, haben ihr Bestes gegeben. Liverpool war das bessere Team.“ Auch auf die Frage, ob er nach dem schlechtesten Saisonstart seit 26 Jahren und 19 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Liverpool noch etwas reparieren könne, reagierte Mourinho verärgert. „Was meinen Sie mit reparieren? Indem ich den Titel gewinne?“, sagte er. „Natürlich nicht. Das kann ich natürlich nicht reparieren.“ Ziel sei es, am Ende der Saison unter den ersten Vier zu landen. Bei elf Punkten Rückstand musste Mourinho aber einräumen: „Das wird nicht leicht.“ (dpa)

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