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Fifa-Präsidentschaft : Auch Champagne reicht Bewerbung ein

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„Ich habe Montagabend mein Bewerbungsschreiben mit Unterstützerschreiben von acht Mitgliedsverbänden eingereicht“: Jérôme Champagne. Bild: Reuters

Die Zahl der Bewerber auf die Nachfolge von Joseph Blatter wächst auf vier. Nun kandidiert auch der frühere stellvertretende Generalsekretär Jérôme Champagne als Fifa-Präsident.

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          Kurz vor Ende der Bewerbungsfrist steigt Jérôme Champagne als vierter Anwärter in das Kandidatenrennen um das Amt des Präsidenten beim Fußball-Weltverband Fifa ein. „Ich habe Montagabend mein Bewerbungsschreiben mit Unterstützerschreiben von acht Mitgliedsverbänden eingereicht“, sagte der ehemalige stellvertretende Generalsekretär der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

          Der frühere Diplomat und einflussreiche Strippenzieher schickte einen siebenseitigen Brief mit seiner Agenda an die 209 Verbände der Fifa und veröffentlichte diesen auch auf der Internetseite seiner Kampagne. 2010 hatte der frühere Vertraute die Fifa verlassen und wollte bereits im Mai dieses Jahres zur Wahl antreten. Damals bekam er nur drei von den nötigen fünf Unterstützerstimmen zusammen.

          „Es gibt das Verlangen nach mehr Transparenz“, berichtete der frühere Vertraute des aktuell gesperrten Amtsinhabers Joseph Blatter nun. „Wir brauchen für den Fußball eine starke Fifa, die korrigiert, was falsch ist und die fortsetzt, was gut ist.“

          Am Montag endet die Bewerbungsfrist, die Wahl findet vier Monate später am 26. Februar in Zürich statt. Bislang haben auch der gesperrte Uefa-Präsident Michel Platini, der zuletzt Blatter unterlegene Prinz Ali bin al-Hussein aus Jordanien und der frühere Fußballprofi David Nakhid aus Trinidad und Tobago nach eigenen Angaben ihre Bewerbung mit ausreichenden Stimmen der Mitgliedsverbände eingereicht.

          Unterstützung der Uefa ist unwahrscheinlich

          Auch in den letzten Tagen vor Nominierungsschluss bleibt es spannend: Eine Bewerbung wird vom Präsidenten der asiatischen Konföderation (AFC), Scheich Salman bin Ebrahim al-Khalifa, erwartet. Die mögliche Kandidatur wird aber von Menschenrechtsorganisationen deutlich kritisiert. Diese werfen der al-Khalifa-Familie vor, bei der Niederschlagung der Anti-Regierungsproteste im Bahrain beteiligt gewesen zu sein. Es ist möglich, dass die Fifa-Ethikkommission ermittelt.

          Auch die europäischen Verbände müssen sich auf der Zielgerade entscheiden: Halten sie ihre Unterstützung des für 90 Tage suspendierten Platini aufrecht, dessen Zulassung zur Wahl vom weiteren Verlauf des Ethikverfahrens abhängt? Wechseln sie in das Lager eines anderen Kandidaten? Oder stellen sie selbst noch einen Ersatzbewerber auf, möglicherweise den Niederländer Michael van Praag auf?

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          Da sich Champagne neben dem Einsatz von Technologien im Fußball, der Förderung von Frauenfußball auch für die Reduzierung der europäischen Plätze bei Weltmeisterschaften oder in Fifa-Gremien ausspricht, erscheint eine Unterstützung aus der Uefa derzeit unwahrscheinlich.

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