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DFB-Pokal : Favoritensiege für Augsburg und St. Pauli

  • Aktualisiert am

Augsburg erledigt die Pflichtaufgabe im DFB-Pokal. Bild: dpa

Trainer Dirk Schuster gelingt der Einstand beim FC Augsburg. Im DFB-Pokal gibt es ein souveränes 2:0 gegen Ravensburg. Auch St. Pauli kommt eine Runde weiter.

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          Trainer Dirk Schuster hat ein gelungenes Pflichtspiel-Debüt auf der Bank des FC Augsburg gefeiert, muss mit seinem neuen Team aber weiter an der Chancenverwertung arbeiten. Beim Auftakt im DFB-Pokal gewann der Fußball-Bundesligaverein am Freitag beim Oberligaklub FV Ravensburg verdient mit 2:0 (1:0) und zog in die zweite Runde ein. Gut eine Woche vor dem Bundesliga-Auftakt gegen den VfL Wolfsburg erzielten Ja-Cheol Koo (29. Minute) und Raul Bobadilla (68.) die Treffer für den FCA.

          Allerdings vergaben die Gäste im Schwaben-Duell gegen den württembergischen Landespokalsieger reihenweise beste Torchancen. Ravensburgs Rahman Soyudogru sah die Gelb-Rote Karte (Unsportlichkeit/87.) Die leidenschaftlich kämpfenden Gastgeber konnten sich bei ihrer Premiere im DFB-Pokal mit einer Einnahme von mehr als 155.000 Euro und einer Kulisse von 6000 Zuschauern in der ausverkauften Geberit-Arena von Pfullendorf in der Nähe des Bodensees trösten.

          Der FCA war mit großen Abwehrproblemen angereist. Neben Jan-Ingwer Callsen-Bracker (Reha nach Wadenbeinbruch) fielen auch Kapitän Paul Verhaegh (Sprunggelenksverletzung) und Neuzugang Gojko Kacar (Rückenprobleme) aus. Die Innenverteidigung, für die sich der vom Fachmagazin „kicker“ zum „Trainer des Jahres“ gekürte Schuster und Geschäftsführer Stefan Reuter nach einer weiteren Verstärkung umsehen, bildeten Jeffrey Gouweleeuw und Christoph Janker.

          Die Gäste brauchten einige Minuten, um ins Spiel zu finden. So hatte Ravensburg die erste Torchance, doch Jonas Wiest zielte aus 20 Metern knapp vorbei (5.). Danach übernahm der FCA dank seiner spielerischen Überlegenheit das Kommando, tat sich aber wie schon in der Saisonvorbereitung mit dem Abschluss schwer. Bobadilla setzte einen Freistoß an die Latte (8.), auch Caiuby (16.) und Alfred Finnbogason, dessen Schuss Jascha Fiesel auf der Linie klärte (18.), trafen nicht ins Tor. Und kurz vor der Pause brachten nacheinander Caiuby, Koo und Finnbogason den Ball aus kurzer Distanz nicht über die Linie (38.).

          Doch da war neun Minuten zuvor immerhin schon das 0:1 gefallen: Der umtriebige Caiuby verlängerte eine Flanke mit der Hacke auf Koo und der Koreaner drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Auf der anderen Seite hatte die Schuster-Elf kurz vor der Pause Glück, dass Ravensburg bei einem klaren Foul von Caiuby an Robert Henning keinen Elfmeter erhielt (40.). In der zweiten Halbzeit schoss Caiuby zunächst an die Latte (62.). Doch dann war es Bobadilla, der die Partie entschied: Von der Strafraumgrenze traf er aus der Drehung zum 0:2 ins rechte Eck. Während bei Ravensburg nun die Kräfte nachließen, brachte der FCA den Sieg problemlos über die Zeit.

          Auch St. Pauli freute sich über den Sieg.

          Zweitligaverein FC St. Pauli gelang derweil im DFB-Pokal der erste Sieg der neuen Saison. Nach zwei Niederlagen zum Zweitligaauftakt bezwangen die Hamburger am Freitag Regionalligaverein VfB Lübeck in der ersten Cup-Runde im Stadion an der Lohmühle mit 3:0 (1:0). Die Tore für die Gäste schossen der norwegische Zugang Vegar Eggen Hedenstad (15. Minute), Kapitän Sören Gonther (61.) und Marvin Ducksch (89.). Zuvor unterlag die Elf von Trainer Ewald Lienen in der Liga dem VfB Stuttgart (1:2) und gegen Eintracht Braunschweig (0:2).

          Vor 13.300 Zuschauern, darunter mehr als 2200 Hamburger Anhänger, übernahm St. Pauli früh das Kommando. Lienen konnte auf die angeschlagenen Stammkräfte Philipp Ziereis (Erkältung) und Aziz Bouhaddouz (Pferdekuss) zurückgreifen. Stammtorhüter Robin Himmelmann fiel mit muskulären Problemen im Gesäßmuskel kurzfristig aus, Philipp Heerwagen vertrat ihn zuverlässig, bekam aber wenig zu tun.

          Auch ohne Abwehrchef Lasse Sobiech (Muskelfaserriss) gab sich die Defensive keine Blöße. St. Pauli war nie in Gefahr - wie im Vorjahr gegen Bundesligist Borussia Mönchengladbach - in Runde eins auszuscheiden. Vor Beginn und während des Nordduells wurden in beiden Fanblocks bengalische Feuer abgebrannt. Beide Vereine müssen mit Strafen rechnen. Nach dem 2:0 eskalierte die Situation im Fanblock der Lübecker, Schiedsrichter Martin Thomsen unterbrach für einige Minuten. Sportlich ergaben sich die Schleswig-Holsteiner nach dem zweiten Gegentreffer.

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