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DFB-Pokal-Halbfinale : Der FC Bayern und ein seltener Anblick

Kräftezehrend: Kingsley Coman und der FC Bayern waren im Pokal gefordert. Bild: EPA

Aus den Überbayern wird im Pokal-Halbfinale ein ganz normales Fußballteam. Das hat auch mit Engpässen im Kader zu tun. Besonders zwei Topneuzugänge sind keine große Hilfe.

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          Welcher Eindruck ist der entscheidende? Wenn es der erste ist, dann ist Bayern München ein Team, für das es, wie Uli Hoeneß vor kurzem fand, „keine Hindernisse“ gibt – schon gar nicht in Gestalt von Eintracht Frankfurt, das den knappen 0:1-Pausenrückstand am Mittwoch wie ein Geschenk des Himmels betrachten durfte. Wenn es aber der letzte Eindruck ist, der entscheidet, der aus der zweiten Halbzeit also, dann ist Bayern München ein Team, das nach dem bisherigen Triumphzug durchs Jahr 2020 (16 Siege, ein Unentschieden), nach all den jüngsten Huldigungen und Triple-Prophezeiungen, erstmals wieder über eigene Schwächen reden musste. Der mühsam gerettete 2:1-Sieg im Pokal-Halbfinale war die Widerlegung der Hoeneß’schen Hindernislosigkeit. Auch diese Bayern haben ein Hindernis, das sie überwinden müssen, so wie jede andere Mannschaft auch: sich selbst.

          DFB-Pokal
          Christian Eichler

          Sportkorrespondent in München.

          Das große Thema hieß Müdigkeit. Keiner versteht es wie die Bayern, Gegner müde zu spielen – diesmal auch sich selbst. „Wir müssen in der ersten Halbzeit eigentlich schon 3:0 oder 4:0 führen, waren heute aber auch pomadig und müde“, sagte Thomas Müller und nannte es „eines der pomadigsten Halbfinals, die ich in Erinnerung habe“. Der Publikumsliebling ohne Publikum kann das besser beurteilen als jeder andere. In jedem seiner bisher elf Profijahre hat Müller mit den Bayern im Pokal-Halbfinale gestanden.

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