DFB-Pokal-Halbfinale : Der FC Bayern und ein seltener Anblick

Aus den Überbayern wird im Pokal-Halbfinale ein ganz normales Fußballteam. Das hat auch mit Engpässen im Kader zu tun. Besonders zwei Topneuzugänge sind keine große Hilfe.
Welcher Eindruck ist der entscheidende? Wenn es der erste ist, dann ist Bayern München ein Team, für das es, wie Uli Hoeneß vor kurzem fand, „keine Hindernisse“ gibt – schon gar nicht in Gestalt von Eintracht Frankfurt, das den knappen 0:1-Pausenrückstand am Mittwoch wie ein Geschenk des Himmels betrachten durfte. Wenn es aber der letzte Eindruck ist, der entscheidet, der aus der zweiten Halbzeit also, dann ist Bayern München ein Team, das nach dem bisherigen Triumphzug durchs Jahr 2020 (16 Siege, ein Unentschieden), nach all den jüngsten Huldigungen und Triple-Prophezeiungen, erstmals wieder über eigene Schwächen reden musste. Der mühsam gerettete 2:1-Sieg im Pokal-Halbfinale war die Widerlegung der Hoeneß’schen Hindernislosigkeit. Auch diese Bayern haben ein Hindernis, das sie überwinden müssen, so wie jede andere Mannschaft auch: sich selbst.
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