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1:0 gegen Kroatien : Manchmal reicht auch ein Tor

  • Aktualisiert am

Erfolgreiche Frau: Alexandra Popp (r.) Bild: dpa

Vier Tage nach dem 12:0-Schützenfest gegen Ungarn gewinnt die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft in Kroatien nur mit 1:0. Bundestrainerin Neid ist unzufrieden.

          Die deutschen Fußball-Frauen haben auch ihr zweites EM-Qualifikationsspiel gewonnen. Vier Tage nach dem 12:0 gegen Ungarn kam die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid am Dienstag in Zagreb gegen Kroatien zu einem glanzlosen 1:0 (1:0)-Erfolg. Das Siegtor für die deutsche Mannschaft erzielte die Wolfsburgerin Alexandra Popp bereits in der 4. Minute.

          „Heute hat nicht viel zusammen gepasst, wir waren zu fahrig und hatten Probleme beim ersten Kontakt“, analysierte Neid, die mit der spielerischen Vorstellung ihres Teams nicht zufrieden war. „Kroatien hat unsere technischen Defizite ausgenutzt, wir haben nie den richtigen Moment zum Abschluss gefunden. Letztlich sind wir froh über die drei Punkte.“ Nach zwei Spielen führt die deutsche Elf die Qualifikationsgruppe 5 mit sechs Punkten vor Kroatien (3) an, das zum Auftakt 4:1 gegen die Türkei gewonnen hatte. Das nächste Qualifikationsspiel bestreitet Deutschland am 22. Oktober in Wiesbaden gegen Russland.  

          Neid vertraute derselben Startelf wie beim Schützenfest gegen Ungarn am vergangenen Freitag in Halle/Saale. Kroatiens Trainer Zvonimir Kolak bot in Kristina Sundov (Bayer Leverkusen) und Iva Landeka (USV Jena) zwei Bundesliga-Spielerinnen auf. Trotz der schnellen Führung durch die Wolfsburger Torjägerin Popp - zudem aus Abseitsposition erzielt - tat sich die deutsche Mannschaft von Beginn an schwer, ihren Rhythmus zu finden. Immer wieder rannten sich die Offensivspielerinnen in der kroatischen Abwehr fest. Bei einem Freistoß von Melanie Behringer (18.) war Torhüterin Doris Bacic zur Stelle.

          Gleichwohl hätte der Rekord-Europameister schon zur Pause nach Großchancen von Popp (24.) per Kopf und Anja Mittag (28.) deutlicher führen müssen.

          Keine Arbeit für Almuth Schult

          Deutschlands neue Nummer eins, Almuth Schult, verlebte im DFB-Tor einen ruhigen Nachmittag, weil die deutsche Mannschaft über 90 Minuten das Spiel bestimmte. Durchschlagskraft, Ideen und Spielwitz entwickelten die DFB-Spielerinnen in einer über weite Strecken unansehnlichen Partie aber kaum.

          In der 70. Minute scheiterte die neue DFB-Spielführerin Saskia Bartusiak per Kopf an Kroatiens Torhüterin, die ein ums andere mal retten musste. Auch beim Kopfball der eingewechselten Melanie Leupolz kurz vor dem Schlusspfiff reagierte Bacic reaktionsschnell.

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