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Bayern vor CL-Finale : „Jetzt wollen wir das Ding auch holen“

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Guter Dinge: Bayerns Trainer Hansi Flick will sich in seinem ersten Champions-League-Finale gleich die Krone aufsetzen. Bild: AP

Hansi Flick und Joshua Kimmich geben sich vor dem Finale der Champions League siegesgewiss. Für den Bayern-Trainer gibt es hinsichtlich der Startaufstellung aber noch einige Fragen.

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          Hansi Flick will sein erstes Champions-League-Finale als Trainer auf Anhieb gewinnen und seine Premieren-Spielzeit mit dem FC Bayern München gleich mit dem Titel-Triple krönen. „Morgen ist ein besonderes Spiel. Man kann sich die Krone aufsetzen“, sagte der 55 Jahre alte Bayern-Trainer vor dem Endspiel an diesem Sonntag (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei ZDF, Sky, DAZN) in Lissabon gegen Paris St-Germain. Auch Nationalspieler Joshua Kimmich äußerte sich bei der virtuellen Pressekonferenz am Samstag im Estádio da Luz sehr entschlossen: „Jetzt wollen wir das Ding auch holen!“

          Champions League

          Finalexperte Thomas Müller gab vor seinem schon vierten Endspiel um Europas Fußball-Vereinskrone den weniger erfahrenen Teamkollegen einen Rat: „Die Chance, die man jetzt hat, muss man nutzen. Deshalb müssen wir voll da sein. Wir dürfen nicht zögern und dürfen die Wichtigkeit dieses Spiels gar nicht zu sehr in unseren Kopf lassen.“

          Flick antwortete auf Fragen nach der Aufstellung vage. Er wolle die Erkenntnisse des Abschlusstrainings abwarten. Bei diesem sollte der beim Halbfinalerfolg gegen Olympique Lyon mit muskulären Problemen ausgewechselte Innenverteidiger Jérôme Boateng einen Härtetest absolvieren. „Ich hoffe, dass Jérôme fit ist, dass er den Test besteht“, sagte Flick. Dem französischen Weltmeister und Rechtsverteidiger Benjamin Pavard traut er nach dem kurzen Comeback gegen Lyon offenbar noch nicht wieder einen Einsatz von Anfang an zu. „Ich bin nicht davon überzeugt, dass er zu hundert Prozent fit ist“, sagte Flick. Zuvor hatte Kimmich gesagt, dass er „bisher mal davon ausgehe“, dass er wieder rechts verteidigen werde.

          Pavard hatte sich vor drei Wochen eine Bandverletzung an der linken Fußwurzel zugezogen und beim 3:0 (2:0) im Halbfinale gegen Olympique Lyon mit einem Kurzeinsatz seine Rückkehr gefeiert. „Ich weiß, dass er uns guttut mit seiner Präsenz und Einstellung“, sagte Flick, der auch offen ließ, ob er auf der linken Angriffsseite abermals Ivan Perisic aufbieten werde. Alternativen wären Kingsley Coman oder auch dahinter Philippe Coutinho. Grundsätzlich bemerkte der 55-Jährige: „Wir haben das dritte Spiel in einer Woche und müssen natürlich auch beachten, wie es mit der Kraft aussieht.“

          Experten, Fans und auch die Bayern-Profis stellen sich auf ein Offensivspektakel im Stadion von Benfica Lissabon ein, in dem die Bayern das Viertelfinale gegen den FC Barcelona 8:2 gewannen. „In den Offensivreihen haben beide tolle Spieler, namhafte Spieler. In den Spielen, die beide Mannschaften gespielt haben, sind immer viele Tore gefallen“, sagte Kapitän und Nationaltorhüter Manuel Neuer, der sich beim Finalturnier in Lissabon bislang in guter Form zeigte. Und der 34-Jährige soll auch im Endspiel eine der Schlüsselfiguren, sozusagen das letzte Stoppschild gegen den brandgefährlichen und extrem schnellen PSG-Angriff um Neymar und Kylian Mbappé, sein. Auf der anderen Seite könnte PSG-Coach Thomas Tuchel auch wieder auf seine Nummer eins zurückgreifen. Keylor Navas will nach seinem verletzungsbedingten Fehlen beim Halbfinalerfolg gegen RB Leipzig unbedingt wieder auflaufen. Er sei fit, meldete die meist gut informierte Sportzeitung „L'Equipe“. Der 33-Jährige aus Costa Rica hat dreimal nacheinander die Königsklasse mit Real Madrid gewonnen. Er ist erfahrener und besser als sein Vertreter Sergio Rico.

          Tuchel lobte außerdem den FC Bayern, einen in vielen Europapokal-Endspielen erprobten Klub, als „große Herausforderung“. Der deutsche Rekordchampion habe unter Flick einen „einzigartigen Lauf“ hingelegt, sagte der frühere Bundesligatrainer, unter anderem von Borussia Dortmund. Die Bayern seien „das höchste Niveau in Europa.“ Ob der zuletzt verletzte Marco Verratti und Navas spielen? „Ein Finale ist kein Spiel für große Veränderungen“, kündigte Tuchel eine Entscheidung an.

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