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Zweite Liga : Wehen bringt Nürnberg in Not

  • Aktualisiert am

Unerwarteter Auswärtssieg: Freude beim SV Wehen Wiesbaden Bild: dpa

Der Club schlittert mit der Heimniederlage immer tiefer in die Abstiegszone und auch für St. Pauli sieht es nicht gut aus in der zweiten Liga. Neues Schlusslicht ist Dresden.

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          Der 1. FC Nürnberg hat die Heimpremiere seines neuen Trainers Jens Keller vermasselt und ist noch tiefer in die Krise geschlittert. Der Bundesliga-Absteiger verlor am Samstag gegen das bisherige Tabellen-Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden mit 0:2 (0:1) und stürzte in der 2. Fußball-Bundesliga auf Abstiegsrelegationsplatz 16 ab.

          2. Bundesliga

          Manuel Schäffler (4. Minute) und Daniel-Kofi Kyereh (48.) besiegelten vor 28.167 Zuschauern die Heimpleite der Franken. Nürnberg hatte sich zwar viel vorgenommen, wurde von den Gästen aber kalt erwischt. Schäffler tauchte nach einem Pass von Sascha Mockenhaupt frei vor Felix Dornebusch auf und überwand den Nürnberger Torwart mit einem Lupfer zu seinem elften Saisontor, das wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung des Schützen erst nach Ansicht des Videobeweises Anerkennung fand.

          Die geschockten Hausherren kamen kurz vor der Pause zu ersten Chancen, konnten Gäste-Keeper Heinz Lindner aber nicht bezwingen. Dafür nutzte Kyereh kurz nach dem Wechsel einen Schnitzer von Dornebusch, als er den Ball über den unmotiviert aus seinem Tor geeilten Schlussmann in leere Tor hob. Von diesem Rückschlag erholte sich Nürnberg nicht mehr.

          Hannover gewinnt auf St. Pauli

          Ein Befreiungsschlag gelang indes Kenan Kocak in seinem zweiten Spiel als Trainer von Hannover 96. Der Bundesliga-Absteiger siegte am 15. Spieltag beim FC St. Pauli 1:0 (1:0) und kletterte mit 17 Punkten auf Rang 14. St. Pauli muss nach dem achten Pflichtspiel ohne Sieg den Blick nach unten richten und liegt punktgleich mit Nürnberg (beide 15) nun auf Rang 15 hinter Hannover.

          Die 29.546 Zuschauer sahen am Millerntor die frühe Führung für Hannover dank Linton Mainas erstem Saisontor (7.). Ansonsten traten die Gäste aber selten offensiv in Erscheinung. Auch St. Pauli kam kaum einmal gefährlich vor das Tor. In der niveauarmen Partie gab es dagegen auf beiden Seiten reichlich Stückwerk und Fehlpässe.

          Aufregung herrschte nach einem vermeintlichen Handspiel von 96-Verteidiger Josip Elez im Strafraum, das der Schiedsrichter zunächst mit Elfmeter bestrafen wollte, nach Intervention des Videoassistenten aber zurücknahm. Torwarttrainer Mathias Hain erregte das so sehr, dass er die Gelbe Karte kassierte. Kurioserweise passierte auch das nach Einsatz des Videobeweises.

          Neues Schlusslicht ist Dynamo Dresden, das 1:2 (0:2) gegen Holstein Kiel verlor. Die Norddeutschen kletterten durch ihren sechsten Saisonsieg zumindest vorübergehend auf Rang fünf. Emmanuel Iyoha (15.) und Salih Özcan (30.) schossen Kiel schon früh in Führung, Florian Ballas (79.) gelang nur noch der Anschlusstreffer.

          Das viertplatzierte Erzgebirge Aue verpasste es durch das 0:2 (0:0) beim VfL Bochum, näher ans Führungstrio Hamburger SV, Arminia Bielefeld und VfB Stuttgart heranzurücken. Anthony Losilla (61. Minute) erzielte vor 14 794 Zuschauern die Führung, das Eigentor von Louis Samson (90.+4) machte den zweiten Bochumer Heimerfolg perfekt. FC-Innenverteidiger Marko Mihojevic sah zudem noch die Gelb-Rote Karte (84.).

          Die Bochumer waren das überlegene Team, agierten jedoch gegen einen sehr defensiv auftretenden Gegner oft ideenlos und ohne Tempo. Nur Silvere Ganvoulas Distanzschuss (5.) und Danny Blums Lattentreffer (30.) sorgen für größere Gefahr, ehe Mitte der zweiten Hälfte Losilla in der Auer-Abwehrreihe doch eine Lücke zum Tor fand. Dabei hatten nach der Pause auch die Gäste ihre Offensivbemühungen intensiviert, jedoch traf Florian Krüger nur den (58.) Außenpfosten und Samson setzte einen Kopfball (72.) neben das Tor - und traf in der Nachspielzeit nur ins eigene Netz.

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