https://www.faz.net/-gtm-9wqaf

Zweite Liga : Wiesbaden trifft – Fürth auch

  • -Aktualisiert am

Die Freude währte nicht bis zum Schlusspfiff: Wiesbadens Torschütze Daniel Kofi Kyereh Bild: dpa

Im Kampf gegen den Abstieg sieht es zeitweise nach einem Zwischenerfolg für Wehen aus, doch Greuther Fürth gleicht noch aus. Osnabrück und Aue trennen sich ebenfalls mit einem Remis.

          2 Min.

          Diesmal ging dem SV Wehen Wiesbaden kein Licht auf. Die beiden Heimsiege gegen Osnabrück und Aue waren den Hessen in dieser Zweitliga-Saison bei Flutlichtspielen gelungen. Aber am Freitagabend trennten sie sich nur 1:1 von Greuther Fürth. Wieder kein Glanzstück im Duell mit den Mittelfranken: Auch im sechsten Zweitliga-Aufeinandertreffen konnten sich die Wiesbadener über kein Erfolgserlebnis freuen. Sie verpassten damit den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz, Wehen steht jetzt auf dem Relegationsrang 16. Die Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib konnten die Hessen mit dem Remis kaum unter Druck setzen.

          2. Bundesliga

          Bei den Wiesbadenern kehrte Stefan Aigner nach überstandener Verletzung anstelle von Sidney Friede in die Mannschaft zurück. Der Offensivspieler verpasste nach fünf Minuten die erste Torgelegenheit, weil er im Fürther Strafraum beim Versuch der Ballkontrolle das Gleichgewicht verlor. Die Hessen taten sich anfangs schwer, ihren Rhythmus aufzunehmen. Beim Anlaufen auf das Fürther Tor wurde Daniel-Kofi Kyereh von seinem Gegenspieler fair gestoppt. In der 18. Minute sicherte er sich jedoch die Lufthoheit: Kyereh schloss eine gefühlvolle Flanke von Aigner mit dem Kopf zum 1:0-Führungstreffer ab. Luftduelle liegen ihm besser, denn sechs Minuten später ließ Kyereh freistehend die große Chance zum 2:0 aus. Die Wiesbadener hatten ein Chancenplus, weil sie den Fürthern kaum zwingende Offensivaktionen gestatteten. Die standen sich manchmal aber auch selbst im Weg, besonders zielstrebig gingen sie nicht vor. Der Wiesbadener Torhüter Heinz Lindner war deshalb ziemlich beschäftigungslos.

          Auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte musste sich der Österreicher mit allerhand Übungen selbst warm halten. Bis seine Vorderleute Sascha Mockenhaupt und Benedikt Röcker nicht aufpassten. Der Fürther Havard Nielsen war nach 49 Minuten so frei, den Ausgleichstreffer zum 1:1 zu erzielen. Wie aus dem Nichts kamen die Mittelfranken zum Erfolg. Die Wiesbadener wollten den alten Torabstand wieder herstellen. Nur traf Paterson Chato nach 63 Minuten mit seinem Schuss lediglich das Außennetz. Dem Aufsteiger fehlte die Präzision beim Abschluss – wie dem heranstürmenden Maximilian Dittgen, der nach 70 Spielminuten den Fürther Torhüter Sascha Burchert anschoss. Auch Torjäger Schäffler mangelte es acht Minuten später vor knapp 4000 Zuschauern am technischen Rüstzeug, um den Spielzug erfolgreich abzuschließen. Auf der Gegenseite hielt Lindner im gewonnenen Duell mit Nielsen den Punkt fest.

          Doch der eine Zähler ist für die Wiesbadener im sportlichen Überlebenskampf zu wenig. Zumal auf sie am Sonntag in einer Woche beim aktuellen Tabellenführer Bielefeld eine Herkulesaufgabe wartet. Dort werden mit Manuel Schäffler (zwölf Saisontore) und dem Bielefelder Fabian Klos (15) auch die beiden Toptorjäger der Liga aufeinandertreffen. Schäffler aber ist nun schon seit fünf Spieltagen ohne Torerfolg. „Es wäre mehr drin gewesen. Aber bei uns ist vorne der Wurm drin“, sagte Torschütze Kyereh.

          Keine Tore in Osnabrück

          Der VfL Osnabrück und der FC Erzgebirge Aue bleiben im Zweitliga-Jahr 2020 auch nach fünf Spieltagen sieglos. Die beiden Überraschungsmannschaften der Hinrunde trennten sich an der Bremer Brücke 0:0.

          Aue machte den Osnabrückern mit einer sehr defensiven und robusten Spielweise das Leben schwer. So entwickelte sich vor 14.014 Zuschauern ein ausgeglichenes, zerfahrenes und chancenarmes Spiel auf ganz schwachem fußballerischem Niveau. Die beste Gelegenheit hatte der Osnabrücker Benjamin Girth erst in der Nachspielzeit.

          2. Bundesliga

          Weitere Themen

          „Das finden die richtig gut“

          Fußball trotz Corona : „Das finden die richtig gut“

          Trotz der Corona-Krise wird in Weißrussland weiter Fußball gespielt. Der frühere deutsche Nationalspieler Thomas Brdaric arbeitet einst in Minsk und erklärt, warum nicht aufgehört wird und was die Einheimischen denken.

          Topmeldungen

          CSU-Chef Markus Söder

          Kanzlerfrage bei der Union : Söder überholt Merz

          Bayerns Ministerpräsident hat unter potentiellen Kanzlerkandidaten der Union inzwischen mit Abstand den größten Zuspruch. Friedrich Merz und Armin Laschet sind laut einer Umfrage weit abgeschlagen.
          Ungebrochene Nachfrage: Ein Kurier liefert in New York City Amazon-Pakete aus.

          Der Gigant und die Krise : „Amazon ist fast schon systemrelevant“

          Die Handelsplattform versorgt die Kunden in Corona-Zeiten mit dem Wichtigsten und baut ihre Marktanteile aus. Doch das Wachstum bringt auch Probleme mit sich. Noch ist nicht klar, wie der Onlinehandel nach der Krise aussehen wird.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.