https://www.faz.net/-gtm-9jzvf

Zweite Bundesliga : Modeste wendet Kölner Niederlage ab

  • Aktualisiert am

Zwei Tore nach Einwechslung: der Kölner Anthony Modeste Bild: dpa

Kaum ist Modeste eingewechselt, trifft der neue alte Kölner zwei Mal und beschert den Rheinländern Platz zwei. Auch in St. Pauli trifft wieder der übliche Verdächtige.

          3 Min.

          Der 1. FC Köln ist auf einen direkten Aufstiegsplatz in der zweiten Bundesliga zurückgekehrt. Am Samstag gewann die Mannschaft von FC-Trainer Markus Anfang das Heimspiel gegen den Abstiegskandidaten SV Sandhausen mit 3:1 (0:1). Für die Entscheidung sorgte Rückkehrer Anthony Modeste (83./90.+5 Minute). Zuvor hatte Andrew Wooten bereits in der vierten Minute den Ball zur Sandhäuser Führung ins Netz geköpft und Dominick Drexler (49.) kurz nach Wiederanpfiff den Ausgleich erzielt.

          2. Bundesliga

          Köln verdrängte durch den Erfolg Union Berlin vom zweiten Tabellenplatz. Sandhausen steht nach der zwölften Niederlage auf einem Abstiegsrang. Dabei traten die Gäste engagiert und frech auf und setzten Köln durch den frühen Treffer unter Druck. Und die Kölner taten sich lange schwer gegen einen clever agierenden Gegner.

          Trotz der Stürmer Simon Terodde und Jhon Cordoba auf dem Platz fehlte dem FC oftmals die Durchschlagskraft. Eine Standardsituation sorgte aber für Erleichterung bei den 49.600 Zuschauern. Nach dem Freistoß von Johannes Geis traf Drexler aus kurzer Distanz. Trotz einiger Kölner Chancen in der Schlussphase setzte erst Modeste nach seiner Einwechslung den Schlusspunkt: Der im Winter zurückgekehrte Franzose markierte in seinem zweiten Spiel die Tore zwei und drei.

          Meier schießt St. Pauli zum Sieg

          Der FC St. Pauli ist wieder voll im Aufstiegskampf dabei. Eine Woche nach der 1:2-Heimpleite gegen Erzgebirge Aue bezwang der Kiezclub am Samstag den FC Ingolstadt dank einer Steigerung in der zweiten Halbzeit verdient mit 1:0 (0:0). Vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion erzielte Winterzugang Alexander Meier (54. Minute) den umjubelten Siegtreffer für die Gastgeber, die drei Niederlagen in den vorherigen vier Spielen des Jahres kassiert hatten. Der Aufwärtstrend der weiter stark abstiegsgefährdeten Ingolstädter, bei denen Thorsten Röcher die Gelb-Rote Karte sah (90.+1), ist hingegen schon wieder gestoppt.

          Beide Mannschaften neutralisierten sich lange, so dass in den ersten 45 Minuten praktisch keine nennenswerten Möglichkeiten zustande kamen. Erst nach dem Wechsel übernahmen die Gastgeber das Kommando und kamen auch prompt zur Führung. Nach starker Vorarbeit von Daniel Buballa stand Meier richtig und staubte mit seinem vierten Treffer für St. Pauli zur Führung ab. Erst jetzt suchten auch die Gäste die Offensive, doch der Ausgleich gelang nicht mehr.

          Da die Konkurrenten Union Berlin und 1. FC Heidenheim am Freitagabend Punkte liegen gelassen hatten, stellte der FC St. Pauli mit diesem wichtigen Dreier wieder den Anschluss an das Führungstrio her.

          Darmstädter Sieg nach Trainerentlassung

          Der SV Darmstadt 98 hat im ersten Spiel nach der Entlassung von Coach Dirk Schuster einen wichtigen Erfolg im Abstiegskampf verbucht. Die Südhessen gewann am Samstag 2:0 (1:0) gegen Dynamo Dresden und schlossen in der Tabelle zu den Sachsen auf. Tobias Kempe (44. Minute) mit einem verwandelten Handstrafstoß und Serdar Dursun (85.) schossen vor 11.330 Zuschauern die Tore.

          In einem mäßigen Zweitligaspiel bestimmten zunächst Zweikämpfe das Geschehen. Nach vorn ging wenig. Dzenis Burnic (5.) und Linus Wahlquist (36.) vergaben gute Möglichkeiten für die Sachsen. Darmstadt war nur bei Standards gefährlich. Einen nutzte Kempe zur Führung. Nach Wiederanpfiff agierte Dynamo offensiver und hatte wesentlich mehr Ballbesitz als die Gastgeber. Der eingewechselte Baris Atik brachte viel Schwung, scheiterte aber mit seinem Schuss am Pfosten (56.). Dursun nutzte dann einen Konter zur Entscheidung.

          Kiel mit Kurs Richtung Aufstiegsplatz

          Holstein Kiel nimmt wieder Kurs auf die Aufstiegsplätze. Die Mannschaft von Trainer Tim Walter gewann mit 3:1 (3:0) beim VfL Bochum und liegt nur zwei Zähler hinter dem Tabellendritten Union Berlin. Alexander Mühling (30. Minute), Janni Serra (32./Foulelfmeter) und Masaya Okugawa beendeten mit ihren Treffern die Kieler Serie von zuvor drei Partien ohne Sieg. Für die Bochumer dürfte das Thema Aufstieg trotz des Anschlusstreffers von Simon Zoller (77.) nach der vierten Pleite in Folge dagegen endgültig passé sein.

          Die Vorentscheidung fiel vor 13.398 Zuschauern bereits in der ersten Hälfte innerhalb von nur zwei Minuten: Erst traf Mühling zur Führung der spielerisch klar überlegenen Gäste, wenige Augenblicke später erhöhte der frühere Bochumer Serra vom Elfmeterpunkt auf 2:0. VfL- Innenverteidiger Tim Hoogland hatte zuvor Jae-Sung Lee gefoult. Die Bochumer fanden keine passende Antwort auf den Doppelschlag und musste vor der Pause sogar noch das dritte Tor hinnehmen.

          Über die gesamten 90 Minuten präsentierte sich Bochum schwach. Die Kieler mussten in der zweiten Halbzeit nicht viel tun, um ihren Vorsprung über die Zeit zu bringen. Serra (51.), Okugawa (56.) und Atakan Karazor (68.) hätten den Sieg durchaus höher gestalten können.

          Weitere Themen

          Münchner Skateboarder will zu Olympia Video-Seite öffnen

          Für den Libanon : Münchner Skateboarder will zu Olympia

          Ali Khachab ist Münchner, doch bei den Sommerspielen 2020 in Tokio will er für den Libanon an den Start gehen, die Heimat seiner Vorfahren. Der 28-Jährige ist Skateboarder, und davon gibt es im Libanon nur sehr wenige.

          Topmeldungen

          Altersvorsorge : Rentenpolitik ohne Kompass

          Die Koalition lobt die Grundrente als einen „sozialpolitischen Meilenstein“. Die Wahrheit ist: Die Grundrente wird weder das Vertrauen in den Generationenvertrag stärken, noch taugt sie als Konzept gegen Altersarmut.
          Kahlschlag im Netzwerk: Produktion des norddeutschen Windkraftanlagenherstellers in Magdeburg

          Enercon in der Krise : Angst vor Kahlschlag in der Windbranche

          Der Hersteller Enercon aus Aurich will Tausende Stellen streichen und schreckt Politik und Gewerkschaften auf. Geschäftsführer Kettwig fordert Hilfe für die Industrie. Braucht es die tatsächlich?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.