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Zweite Bundesliga : 1860 mit Turbo - Bochum im Rückwärtsgang

  • Aktualisiert am

In weniger als drei Minuten von 0 auf 1: Stefan Aigner (Mitte) erzielt mit der Lizenz zum Toreschießen das 1:0 für 1860 München Bild: dapd

1860 spielt mit der Lizenz zum Siegen. Bochum findet auch mit neuem Trainer nicht den richtigen Gang. Und in Aachen gibt es mehr Rote Karten als Tore.

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          Der TSV 1860 München hat sich den Auftakt des 178. Oktoberfestes mit einem Sieg versüßt. Die „Löwen“ gewannen am Sonntag das Zweitligaspiel gegen den FSV Frankfurt mit 4:0 (1:0). Für die Sechziger war es der vierte Sieg im vierten Heimspiel der Saison. Vor 20 100 Zuschauern brachte Stefan Aigner (3. Minute) die Münchner früh in Führung. Nach dem Seitenwechsel schraubten der herausragende Kevin Volland (47./67.) mit den Saisontoren fünf und sechs sowie Eigentorschütze Alexander Huber (90./+1) das Ergebnis für die spielfreudigen und defensiv gut gestaffelten Gastgeber hoch.

          Erstmals liefen die Münchner mit dem Logo ihres am Freitag stolz präsentierten Hauptsponsors aus der Automobilbranche auf. Und im neu verzierten Trikot mit dem Logo des Herstellers von Luxusgefährten glückte ein perfekter Start von 0:0 auf 1:0 in weniger als drei Minuten. Benjamin Lauth führte eine Ecke kurz auf Daniel Halfar aus, der flankte nach innen und dort köpfte Aigner ziemlich ungestört ein. Sehenswert waren die Treffer nach der Pause. Nach einem Lupfer aus rund 20 Metern durfte Volland zum ersten Mal jubeln. Seinen zweiten Treffer steuerte er nach feinem Zuspiel von Halfar bei.

          Total verpatztes Debüt für Andreas Bergmann : Gegen den SC Paderborn erlebte der Revierklub beim ersten Spiel mit dem neuen Trainer ein 0:4 (0:1)-Debakel. Es war die fünfte Niederlage in Serie für die Gastgeber. Vor 10.407 Zuschauern erzielten Sören Brandy (45./64. Minute) und Nick Proschwitz (78./79.) jeweils zwei Treffer, stürzten damit die Bochumer auf den letzten Tabellenplatz und noch tiefer in die Krise. Bochum wirkte zwei Tage nach Vorstellung des neuen Trainers Bergmann und fünf Tage nach der Entlassung von Friedhelm Funkel weiter verunsichert und brachte kaum Sehenswertes und nichts Zählbares zustande.

          Au Backe: André Bergmann muss mit Bochum beim Debüt eine 0:4-Schlappe hinnehmen Bilderstrecke
          Au Backe: André Bergmann muss mit Bochum beim Debüt eine 0:4-Schlappe hinnehmen :

          Die Paderborner waren zwar von Anbeginn dominierend, konnten zunächst aber, abgesehen von einem Kopfball von Sören Gonther (2.), kein Kapital daraus schlagen. Dies hätte sich in der 43. Minute beinahe gerächt: Mimoun Azaouagh schoss erst einen Freistoß aus 18 Metern an die Latte und scheiterte wenig später mit einem Schuss aus Nahdistanz an Paderborn-Torwart Lukas Kruse. Besser machte es im Gegenzug Brandy, der das passive Abwehrverhalten der Bochumer nutzte und mit dem Außenrist das 1:0 für die Gäste erzielte. In der 64. Minute nutzte er eine Ecke von Daniel Brückner zum 2:0. Mit einem Doppelschlag besiegelte Proschwitz (78./79.) den Kantersieg der Paderborner gegen Bochum, das wie ein Abstiegskandidat spielte.

          Doppelt Rot in Aachen

          Auch mit Interimstrainer Ralf Aussem bleibt Alemannia Aachen in der Zweiten Fußball-Bundesliga sieglos. Fünf Tage nach der Beurlaubung von Peter Hyballa rang der ehemalige Erstligaklub dem enttäuschenden Tabellenführer SpVgg Greuther Fürth beim 0:0 am Sonntag vor 14.867 Zuschauern immerhin einen Zähler ab und verließ mit dem vierten torlosen Remis in Serie den letzten Tabellenplatz. Bei Aachen sah Manuel Junglas (23. Minute) wegen groben Foulspiels Rot, bei den Franken erwischte es vier Minuten später wegen des gleichen Vergehens Edgar Prib. Die größte Möglichkeit hatte zunächst Fürths Christopher Nöthe, der das Außennetz traf (33.). Auf der Gegenseite vergab David Odonkor (19.) eine gute Chance. Fürths Sercan Sararer scheiterte bei einem Distanzschuss knapp (59.).

          Dann lenkte Keeper Max Grün einen Freistoß des Aacheners Anouar Hadouir zur Ecke (62.). Kurz vor Schluss bewahrte Keeper David Hohs die Gastgeber gegen Sararer vor dem 0:1. Bei der Trainersuche hatte Aachen nach „Express“-Informationen (Sonntag) in der vergangenen Woche Kontakt zum ehemaligen Kölner Erstliga-Chefcoach Frank Schaefer aufgenommen. Schaefer sagte jedoch „ziemlich schnell“ ab.

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