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Ehemaliger Fußballprofi : Marcell Jansen ist neuer HSV-Präsident

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Da stand er schon in der Mitte: Marcell Jansen mit den Mitbewerbern Ralph Hartmann (links) und Jürgen Hunke. Bild: dpa

Wahlsieg für einen früheren Nationalspieler: Marcell Jansen setzt sich beim HSV gegen seine Mitbewerber durch. Jürgen Hunke zog seine Kandidatur kurz vor der Wahl zurück.

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          Marcell Jansen ist neuer Präsident des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV. Der ehemalige Nationalspieler setzte sich bei der Mitgliederversammlung gegen den ehemaligen Schatzmeister Ralph Hartmann durch. Ex-Präsident Jürgen Hunke zog seine Kandidatur kurz vor der Wahl zurück.

          Jansen erhielt bei der Abstimmung des Gesamtvereins am Samstag 799 Stimmen und damit deutlich mehr als sein verbliebener Kontrahent Hartmann. Zwischen 2008 und 2015 spielte Jansen für den HSV und beendete anschließend im Alter von 29 Jahren seine Karriere.

          „Wir brauchen eine Leistungskultur in unserem Verein. Es reicht nicht, nur in unserer schönen Stadt zu leben, sondern wir müssen auch erfolgreich sein“, sagte Jansen und rief zur Geschlossenheit auf: „Es muss endlich Schluss sein mit Lagerbildung.“

          Jansen erhält durch seine Wahl zum Klub-Oberhaupt qua Vereinssatzung auch einen Sitz im Aufsichtsrat des Fußball-Klubs und hat damit direkten Einfluss auf die Fußball-AG, an der der HSV e.V. mit 76,19 Prozent größter Anteilseigner ist. Seit knapp einem Jahr ist Jansen aber ohnehin Mitglied in dem Kontrollgremium.

          Thomas Schulz (Vizepräsident) und Moritz Schaefer (Vizepräsident und Schatzmeister) behalten ihre Posten im Präsidium des Vereins.

          Das Präsidenten-Amt im HSV e.V. war seit dem 19. September vakant, nachdem der erst vor Jahresfrist gewählte Bernd Hoffmann (55) zum Vorstandschef der verschuldeten HSV Fußball-AG berufen war. Die Hanseaten schrieben nach dem Abstieg aus der Bundesliga zuletzt zum achten Mal in Folge rote Zahlen, das Geschäftsjahr 2017/18 wurde mit einem Minus von 5,8 Millionen Euro abgeschlossen. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 85,4 Millionen Euro (Vorjahr: 105,5 Millionen Euro).

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