Kommentar : Steubings große Herausforderung

Der neue Aufsichtsratschef von Eintracht Frankfurt muss in einem zur Hybris neigenden Klub Vermittler und Visionär zugleich sein.
Es geht also auch anders! Mit der Neubesetzung des Aufsichtsrats und der Ernennung Wolfgang Steubings zu seinem Vorsitzenden hat die Eintracht Frankfurt Fußball AG eine wichtige Personalentscheidung so getroffen, wie es Wirtschaftsunternehmen, wenn sie ordentlich geführt werden, tun sollten. Der Stabwechsel von Wilhelm Bender zu seinem Nachfolger vollzog sich professionell: nach ernsthaften Debatten über den erwünschten Kurs und den passenden Kandidaten, ohne (Vor-)Urteile, die in unüberbrückbaren Differenzen mündeten. Die nötigen Vorarbeiten, die dem Mehrheitsbeschluss der Hauptversammlung vorausgingen, fanden seit Monaten hinter den Kulissen des regelmäßig zu Hybris neigenden Klubs statt. Geräuschlos. Was für die Seriosität spricht, mit der alle Beteiligten dieses bedeutende Thema behandelten – es war, darin herrschte Einigkeit, zu wichtig für die Zukunft der Eintracht, als dass man es zu weiteren Machtspielchen missbrauchen wollte.






