Warum Mario Basler irrt : In Thomas Müllers Kopf

In dieser Woche ist immer wieder gesagt und geschrieben worden, dass Thomas Müller, 35 Jahre alt, beim FC Bayern den richtigen Zeitpunkt zum Aufhören verpasst habe. Dem muss man dringend widersprechen.
Na gut, was soll’s, ein allerletzter Thomas-Müller-Text geht noch in dieser Thomas-Müller-Woche. Weil er es ist. Und weil wir bei der Gelegenheit eine Zweitmeinung zu einer der beliebtesten, aber auch dümmsten Diagnosen des Spitzensports abgeben wollen.
In dieser Woche ist immer wieder gesagt und geschrieben worden, dass Müller, 35 Jahre alt, in München den richtigen Zeitpunkt zum Aufhören verpasst habe. Dem muss man dringend widersprechen. Warum sollte einer wie Müller aufhören, wenn er weiter bereit ist, alles zu geben für das Spiel, das ihm alles bedeutet?
Und selbst wenn es so sein sollte, dass er nicht mehr gut genug ist, darf man nicht erwarten, dass er das erkennt, weil einer wie Müller nur so gut werden konnte, weil er in seinem Kopf immer daran geglaubt hat, dass er gut genug ist.
Damit wollen wir etwa Mario Basler widersprechen, der sagte: „Ich wollte das für mich nie haben, dass ich nur noch sporadisch eingewechselt werde. Nur, damit die Zeit von der Uhr genommen wird.“ Diese Sätze sind aber nur der Beweis dafür, warum Müller, der mit dem FC Bayern an diesem Samstag (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) in der Bundesliga auf den BVB trifft, ein Spieler wurde, der Basler nie war: Weil er, selbst wenn er in der letzten Minute eingewechselt wird, daran glaubt, dass er in dieser letzten Minute den Unterschied machen kann.






