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Darmstadt in zweiter Liga : So wollen die „Lilien“ auch gegen Aue punkten

  • -Aktualisiert am

Will mit seinem Team den Klassenverbleib schaffen: Darmstadt-Coach Markus Anfang Bild: dpa

Mit der Mentalität aus dem Paderborn-Spiel: Darmstadt 98 hofft in der Begegnung mit Erzgebirge Aue auf den nächsten Schritt nach vorne in der zweiten Fußball-Bundesliga.

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          Die „Lilien“ sind am vergangenen Spieltag sprichwörtlich aus ihrer Haut gefahren. Den wichtigen 3:2-Erfolg in Paderborn ergatterten sie mit einem Mehr an Elan und Emotionalität auf dem Platz. Und mit einer taktischen Rückbesinnung auf vergangene Tage.

          2. Bundesliga

          Cheftrainer Markus Anfang hatte sich von seiner Ankunft in Darmstadt an nicht in Kontinuität zu seinen Vorgängern Dimitrios Grammozis und schon gar nicht zu Dirk Schuster gesehen. Aber systemisch (4-2-3-1) und von der auf ein Abwehrbollwerk und lange Bälle setzenden Spielweise erinnerte der SVD-Auftritt doch stark an die eigene Geschichte, als spielerische Leichtigkeit nur selten aufblitzte während harter Zweitligaarbeit.

          „Wir haben das fußballerische Risiko eingedämmt, ohne es aber zu vergessen. Egal, welches System du spielst: Am Ende des Tages entscheidet, wie du es auf dem Platz lebst. Das hat ganz viel mit Mentalität, Leidenschaft und Widerstandsfähigkeit zu tun“, sagte Coach Anfang. Die Frage an diesem Samstag (13.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur zweiten Bundesliga und bei Sky) im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue wird sein, ob die „Lilien“ mit dieser Vorgehensweise nicht nur in Serie gehen wollen, sondern auch können. Ob sie einen weiteren erfolgreichen Kraftakt trotz Personalproblemen leisten können.

          Abstiegsfurcht minimieren

          Da trifft es sich gut, dass es für die Darmstädter gegen ihr Alter Ego geht. Schuster ist bekanntlich Trainer in Aue. Und so wird das Duell, das, wenn beide Teams ihre Ballbesitzzeiten gering halten wollen, wohl keine Zweitliga-Hochkultur auf den Platz bringen wird, vermutlich Erkenntnisse liefern, ob das aktuelle Schuster-Original aus Sachsen stärker ist. Oder die Schuster-Wiederannäherung südhessischer Prägung.

          Den „Lilien“ bietet sich in den zwei Partien gegen Aue und beim Tabellenfünfzehnten Braunschweig die Chance, vor der Länderspielpause die Abstiegsfurcht zu minimieren. „Die Situation hat sich nicht geändert: Wir müssen punkten“, sagt Anfang angesichts von sechs Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone. „Wir brauchen am Samstag die gleiche Mentalität wie schon gegen Paderborn.“

          Wer von den angeschlagenen Spielern spielen kann, wird sich erst kurz vor Anpfiff weisen. Ein harter Schlag ist für die Darmstädter traditionell die Abwesenheit von Fabian Holland. Die vier Partien ohne ihren Kapitän, haben die „Lilien“ allesamt verloren. Nun fehlt Holland gesperrt wegen seiner fünften Gelben Karte.

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