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Timo Werner überrennt HSV : „Das ist schon fast Wettbewerbsverzerrung“

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Timo Werner: „Das Gute ist, dass ich momentan einfach nicht nachdenke vor dem Tor.“ Bild: AFP

Beim 2:0 in Hamburg zeigt sich Timo Werner wieder einmal in Torlaune. Vor der Premiere in der Champions League bewies die Mannschaft von Trainer Hasenhüttl ihr großes Potential.

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          Der nächste Geniestreich von „Rakete“ Timo Werner ließ selbst Ralph Hasenhüttl ungläubig staunen. „Das ist schon fast Wettbewerbsverzerrung, wenn er mit seinem Speed hier läuft“, sagte der Trainer von RB Leipzig bei Eurosport nach dem 2:0 (0:0)-Sieg beim Hamburger SV. Die Generalprobe vor dem ersten Auftritt auf der großen Champions-League-Bühne war den Sachsen damit blendend gelungen.

          Entsprechend optimistisch blickte Hasenhüttl dem Königsklassen-Duell mit dem AS Monaco am Mittwoch (20.45 Uhr / Live bei Sky und im Champions-League-Ticker bei FAZ.NET) entgegen. „Wir haben mittlerweile mehrere Gesichter und wir werden das rausholen, das notwendig ist“, sagte der Österreicher: „Wir freuen uns auf das Spiel, weil es eine Belohnung für die vergangene Saison ist.“

          Dass Leipzig neben einem guten Spirit auch über die individuelle Qualität für große Duelle verfügt, ließ das mit hohem finanziellen Aufwand zusammengestellte Team in der Hansestadt deutlich aufblitzen.

          Beispiel eins: Naby Keita. Der Mittelfeldspieler, der zur kommenden Saison für 70 Millionen Euro zum FC Liverpool wechselt, traf in der 67. Spielminute mit einem Distanzschuss aus 20 Metern und brachte die Gäste damit auf Siegkurs. Allerdings musste Keita kurz vor dem Abpfiff angeschlagen runter. „Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist“, sagte Hasenhüttl.

          Leipzigs Naby Keita und Hamburgs Bobby Wood im Kampf um den Ball. Bilderstrecke
          Leipzigs Naby Keita und Hamburgs Bobby Wood im Kampf um den Ball. :

          Beispiel zwei: Nationalstürmer Timo Werner. Bei einem Konter acht Minuten nach Keitas „Dosenöffner“ zündete Werner den Turbo und war bei seinem Treffer nicht mehr aufzuhalten (75.). „Das Gute ist, dass ich momentan einfach nicht nachdenke vor dem Tor. Das ist die Leichtigkeit, die einem Stürmer auch hilft“, sagte der 21-Jährige, der auch mittlerweile zu den Lieblingen von Bundestrainer Joachim Löw zählt.

          Beispiel drei: Schlüsseltransfer Kevin Kampl. Der Last-Minute-Einkauf von Bayer Leverkusen brauchte gar keine Eingewöhnungszeit nach seiner Einwechslung (69.) und lieferte beim zweiten Treffer schon seinen ersten Assist. „Ich bin zwar erst ein paar Tage hier, aber es kommt mir vor, dass ich schon länger da bin“, sagte der Slowene.

          Doch RB zeigte in Hamburg auch, dass es verwundbar ist. „Man muss sagen, dass wir die beste Torchance der ersten Halbzeit hatten“, meinte Hamburgs Coach Markus Gisdol: „Wenn wir da das Tor erzielen, wird es sicherlich schwer für Leipzig.“ HSV-Angreifer Filip Kostic versagten freistehend vor Peter Gulacsi jedoch die Nerven (24.).

          Vor allem mit einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte verdienten sich die Leipziger Profis letztlich den zweiten Saisonsieg und ihre unbeschwerte Vorfreude auf das kommende Gänsehaut-Spiel im Europacup. „Das wird ein emotionales Highlight“, sagte Willi Orban: „Viele von uns haben noch kein Spiel in der Champions League gemacht.“

          Dazu gehört auch Werner, der vom früheren Bayern-Sportdirektor und jetzigen TV-Experten Matthias Sammer ein großes Lob erhielt. „Sein Lauf beim zweiten Tor ist unglaublich, das ist Bombe. Er ist ein wunderbarer Junge.“

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