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5:0 gegen Bremen : Schalke bleibt in der Bayern-Verfolgung

  • -Aktualisiert am

Lieblingsgegner Bremen: Senor Raul trifft wieder mal dreifach Bild: REUTERS

Schalke 04 bleibt dem Herbstmeister aus München und dem Meister aus Dortmund auf den Fersen. Raúl sichert Königsblau schon früh die Punkte. Bremen bleibt nach dem 0:5 die Wundertüte der Liga.

          2 Min.

          Bayern München und Borussia Dortmund hatten vorgelegt, Schalke zog am Samstagabend mit einem souveränen Auftritt gegen nach. Beim 5:0 über Werder Bremen, einen vermeintlichen Konkurrenten aus dem oberen Drittel, festigten die Königsblauen den dritten Platz in der Fußball-Bundesliga, hinter dem punktgleichen BVB und Spitzreiter Bayern, der mit drei Zähler mehr in die Winterpause geht. Zum Mann des Abends in einer insgesamt starken Schalker Mannschaft war Raul.

          Wie in der vergangenen Saison gelangen dem spanischen Stürmerstar gegen Bremen drei Treffer (16./20./63. Minute). Die weiteren Tore erzielten Kyriakos Papadopoulos (67.) und Klaas-Jan Huntelaar (70.). Werder weckte nur kurz nach der Pause für wenige Minuten den Anschein von Gefahr, aber nie den Eindruck, Schalke den Sieg streitig machen zu können.

          Früher Jubel: Raul nach seinem ersten Streich

          Die Bremer waren zwar als Tabellen-Fünfter nach Gelsenkirchen gereist, aber in den unmittelbaren Vergleichen mit den anderen Mannschaften aus den besten Bundesligakreisen den Nachweis gehobener Klasse stets schuldig geblieben. Gegen Bayern, Dortmund und Mönchengladbach hatte Werder, bei 1:11 Toren, nicht einen einzigen Punkt ergattert.

          Am Samstagabend zeichnete sich früh ab, dass dieser Trend sich fortsetzen sollte. Schalke, zuletzt im Europapokal mit einer B-Elf erfolgreich und deshalb ausgeruht, führte schon nach zwanzig Minuten 2:0, ohne alle Chancen genutzt zu haben, die sich bis dahin geboten hatten. Bei seinen ersten beiden Treffern kam Raul erstaunlich unbehelligt im Fünfmeterraum zum Schuss; dabei profitierte er jeweils von Huntelaars der Vorarbeit. Dem ersten Tor ging ein Pfostenschuss, dem zweiten eine Flanke des Niederländers voraus, der sonst Schalkes erste Kraft ist, wenn es darum geht, Angriffe erfolgreich abzuschließen.

          Raul und Schalke setzen Zeichen: Nach dem Sieg gegen Bremen ist Schalke im Sinne der Spannung so etwas wie Herbstmeister der Herzen Bilderstrecke

          Den zweiten Vollstreckungsauftrag erledigte Raul allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position. Vor den beiden spanisch-niederländischen Gemeinschaftswerken hatten Teemu Pukki und Marco Höger gute Chancen ausgelassen, schon in der ersten Viertelstunde aufzutrumpfen. Das Zwischenergebnis zwang Bremen, nach vorn zu spielen, und versetzte Schalke in die komfortable Lage, auf Gegenstöße zu lauern.

          Werder harmlos

          Während Werder harmlos blieb und nicht eine einzige gute Möglichkeit zustande brachte, hätten Pukki und Huntelaar den Vorsprung der Heimelf noch vor der Pause ausbauen können, sie scheiterten jedoch an Torhüter Tim Wiese. Nach dem Seitenwechsel gingen die Bremer ein wenig zielstrebiger zu Werke, und Markus Rosenberg entfachte zweimal sogar Gefahr.

          Der Schalker Teemu Pukki (l.) und Sebastian Proedl fallen, aber nur der Bremer fliegt auf die Nase

          Diese Vorstöße genügten jedoch nicht, um Schalke zu verunsichern oder gar eine Trendwende einzuleiten. Die Westfalen blieben bei Kontern gefährlich, besonders Raul. Der Senor, wie sie ihn nennen, hatte noch nicht genug und nutzte eine Flanke von Christian Fuchs zum dritten Tor. Nach gut einer Stunde war der Widerstand der Bremer vollends gebrochen. Es ging nur noch um die Höhe des Schalker Sieges. Papadopulos und Huntelaar machten die Partie für Werder mit weiteren Treffern zum Debakel.

          FC Schalke 04 - Werder Bremen 5:0 (2:0)

          FC Schalke 04: Unnerstall - Höwedes, Papadopoulos, Matip, Fuchs
          - Jones, Höger - Jurado (74. Baumjohann), Raúl - Pukki (57. Draxler),
          Huntelaar (77. Marica)
          Werder Bremen: Wiese - Prödl (46. Arnautovic), Wolf, Naldo,
          Schmitz - Bargfrede - Fritz, Ignjovski - Trinks (70. Wesley) -
          Pizarro, Rosenberg
          Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)
          Zuschauer: 61 673 (ausverkauft)
          Tore: 1:0 Raúl (16.), 2:0 Raúl (20.), 3:0 Raúl (63.), 4:0
          Papadopoulos (67.), 5:0 Huntelaar (70.)
          Gelbe Karten: Höwedes (4), Raúl (2) / Fritz (3), Ignjovski (3)

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