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3:1 in Hamburg : Werder ist der bessere Nordklub

  • -Aktualisiert am

Bremer Stadtmusikanten: Siege in Hamburg sind besonders wertvoll Bild: dapd

Werder Bremen setzt sich beim Hamburger SV durch und untermauert seine Vormachtstellung im Norden. Marin, Trybull und Arnautovic treffen bei einem Gegentor von Petric.

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          Zwei, die zuletzt gar nicht oder schwach spielten, waren die Hauptdarsteller beim 3:1-Sieg von Werder Bremen im Nordderby beim Hamburger SV. Marko Marin und Tim Wiese verhalfen den Bremern zu einem Erfolg, der den Europa-League-Platz festigt und den HSV auf Abstand hält. Marin traf früh zur Führung (9. Minute), Tom Trybull schoss nur Sekunden vor dem Halbzeitpfiff das 2:0 (45.). Mladen Petric machte den Hamburgern noch einmal Hoffnung (75.), doch dann sorgte Marko Arnautovic für die Entscheidung (86.). Torwart Wiese, zuletzt wenig überzeugend, zeigte zuvor in drei Szenen gegen die Hamburger Angreifer Petric und Paolo Guerrero, über welch gute Reflexe er verfügt.

          Schon wenige Momente nach dem Anpfiff bekämpften sich beide Teams, wie man es von ihnen aus den vergangenen Nordderbys gewohnt war. Bei den Bremern erwies sich der Schachzug von Trainer Thomas Schaaf als gelungen, den zuletzt schwachen Mehmet Ekici auf der Bank zu lassen und auf Marin als Mann hinter den Spitzen zu vertrauen. Mit seiner Ballsicherheit und seinen Dribblings war er sofort ein Gewinn für das Bremer Spiel. Als Tomas Rincon den Ball im Mittelfeld verlor, Claudio Pizarro schnell auf Markus Rosenberg spielte und der Schwede scharf in den Hamburger Strafraum passte, da stand Marin plötzlich frei und schoss nach ein paar Drehungen mit links ins kurze Eck (9.). Danach stürmte der HSV, Werder konzentrierte sich auf Konterfußball. Chancen hatten aber zunächst nur die Hamburger, doch Guerrero vergab gleich mehrfach (12. und 31.). Auch Petric zielte zunächst nicht genau genug (39.). Die Bremer machten es besser: Trybull verwandelte einen Eckball per Kopf, auch weil HSV-Torwart Jaroslav Drobny nicht schnell genug reagierte (45.). Kurz zuvor hatte es Aufregung gegeben, weil Marin von HSV-Fans mit einem Bierbecher beworfen worden war.

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          Die Stimmung blieb auch nach dem Seitenwechsel angespannt. Erst scheiterte Petric aus kurzer Distanz an Wiese (48.), dann vergab Rosenberg auf der anderen Seite leichtfertig die Chance zum 3:0 (49). Die Hamburger glaubten weiter an ihre Möglichkeiten und wurden belohnt, als ein Freistoß von Petric abgefälscht wurde und ins Tor trudelte (75). Allerdings brachte sich der HSV zehn Minuten später selbst aus dem Tritt. Nach einem Abschlag von Wiese behinderten sich beiden Hamburger Innenverteidiger Slobodan Rajkovic und Heiko Westermanns gegenseitig und gaben Marko Arnautovic so die Möglichkeit, allein in Richtung Drobny zu stürmen. Der Österreicher verwandelte sicher (86.).

          Hamburger SV - Werder Bremen 1:3 (0:2)

          Hamburger SV: J. Drobny - Diekmeier, H. Westermann, Rajkovic, Aogo - Sala (72. T. Arslan), Rincón (46. Ilicevic), Jarolim, M. Jansen (71. Son) - Guerrero, Petric
          Werder Bremen: Wiese - Fritz, Affolter, Sokratis, Hartherz - Bargfrede - Junuzovic, Trybull (87. L. Schmitz) - M. Marin (82. Ignjovski) - Rosenberg (71. M. Arnautovic), C. Pizarro
          Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
          Zuschauer: 56.553
          Tore: 0:1 M. Marin (9.), 0:2 Trybull (45.), 1:2 Petric (76.), 1:3 M. Arnautovic (86.)
          Gelbe Karten: Jarolim - Fritz, Bargfrede, Trybull

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