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2:1 gegen Leipzig : Freiburg rebelliert und feiert

  • -Aktualisiert am

Freiburg jubelt über den wichtigen Sieg im Abstiegskampf. Bild: EPA

Der SC beweist zu Hause Klasse und Charakter und besiegt RB Leipzig nach Rückstand 2:1. Der Jubel insbesondere von Trainer Streich kennt nach dem Schlusspfiff keine Grenzen mehr.

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          Wenn gegen einen vermeintlich übermächtigen Gegner ein Spiel fast verloren scheint, hilft dem SC Freiburg immer wieder seine Extraqualität nach Standardsituationen. So auch am Samstag gegen RB Leipzig, als die Südbadener schon 0:1 nach Timo Werners achtem Treffer im achten Pflichtspiel gegen die Südbadener erzielt hatte (66.) und Freiburg dann nach zwei Eckstößen von Günter durch die Tore von Haberer (72.) und Koch (76.) zurückschlug. Die damit auf Rang zwölf vorgerückten Freibuger freuten sich unbändig über diesen ersten vollen Erfolg über die Leipziger in der Bundesliga nach zuvor drei deutlichen  Niederlagen. Die enttäuschende Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl dagegen fiel in der Tabelle nach dem fünften Auswärtsspiel nacheinander ohne Sieg von Rang zwei auf Platz drei zurück.

          Bundesliga

          1:4, 0:4, 1:4 – die bisherigen Bundesliga-Begegnungen zwischen dem Sportclub und Rasenballsport verhießen zunächst nichts Gutes für die Breisgauer, die 2016 gemeinsam mit Leipzig von der zweiten in die erste Liga aufgestiegen waren. In Freiburg vertrauten sie ihrer Heimbilanz (nur eine Niederlage), ihrer Serie von sechs ungeschlagenen Bundesliga-Auftritten nacheinander und ihrer Spezialqualität: Standardsituationen. Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl dagegen musste in den vergangenen acht Ligaspielen acht Gegentreffer nach Standardsituationen einstecken.

          In der ersten Halbzeit ruhte der Ball zwar nur selten, er rollte aber auch nicht richtig. Der Tabellenzweite bestimmte das Spiel, ohne daraus nennenswerte Gelegenheiten zu entwickeln. Ein Tor von Bruma galt nicht, weil zuvor Augustin im Abseits stand und dabei nur im Duell mit dem Leipziger Torwart Spuren hinterließ, weil Schwolow danach gegen den Liga-Debütanten Gikiewicz ausgewechselt werden musste (27.). Der passte einmal im Eins-gegen-Eins-Duell mit Augustin (45.+2) bestens auf. Die Freiburger, die derzeit eine Reihe verletzter Stammkräfte ersetzen müssen, widerstanden dem Favoriten und gaben sich kaum eine Blöße.

          Also wäre es die Meisterschaft: Christian Streich freut sich über den Heimsieg seiner Mannschaft. Bilderstrecke
          Also wäre es die Meisterschaft: Christian Streich freut sich über den Heimsieg seiner Mannschaft. :

          Mehr Raum verschaffte sich RB erst nach der Pause. Eine Balleroberung von Demme, ein kluger Steilpass von Sabitzer auf Werner, ein schneller Antritt des Schwaben und ein platzierter Abschluss flach ins linke Eck zum 1:0 bescherte Leipzig die Führung. Doch der Sportclub schlug wenig später zurück. Haberers Ausgleich mit einem Schuss unter die Latte und Kochs Kopfballtor machten den Underdog zum gefeierten Sieger – wie so oft, wenn der SC Freiburg vor eigenem Publikum Klasse und Charakter beweist.

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