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1:2 gegen Kaiserslautern : Schalke patzt bei der Verfolgung

  • -Aktualisiert am

Die Null steht - aber nur auf der Habenseite: Schalke-Trainer Huub Stevens Bild: dpa

Trainer Stevens verliert überraschend sein erstes Spiel nach der Rückkehr zu Schalke gegen Kellerkind Kaiserslautern. Beim 1:2 beenden beide Mannschaften das turbulente Spiel nicht vollzählig.

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          Der auffälligste Mann war Peter Sippel. Beim 2:1-Sieg des 1. FC Kaiserslautern zog der Schiedsrichter erst den Zorn der Schalker auf sich und später auch den der Pfälzer. Sippel zeigte dem Gelsenkirchener Torwart Ralf Fährmann die Rote Karte – und später auch dem FCK-Verteidiger Rodnei.

          Zudem verhängte er für jede Partei einen Elfmeter. Nachdem Christian Tiffert für Kaiserslautern (30. Minute) und Klaas-Jan Huntelaar (62.) für Schalke die Strafstöße verwertet hatten, gelang Dorge Kouemaha der Siegtreffer. „Wir waren das dominante Team und haben uns den Sieg verdient“, sagte FCK-Trainer Marco Kurz: „Auch der Schiedsrichter konnte uns heute nicht stoppen.“

          Torschütze Tiffert schimpfte ebenfalls auf Sippel: „Das ist niemals ein Elfmeter und eine Rote Karte gegen uns.“ Aus Sicht von Huntelaar war der umstrittene Platzverweis für Fährmann gerechtfertigt. „Da kann man Rot geben“, sagte der Niederländer.

          Vor dem Anstoß hatten Schalke-Fans ein Transparent entrollt, das dazu aufforderte, mit zwei Spielern, die zuletzt in die Kritik geraten waren, ein wenig milder umzugehen. „Ob Matip oder Fährmann – sie brauchen unsere Unterstützung und keine Pfiffe.“

          Fährmann, konnte sich der Unterstützung nur 28 Minuten sicher sein. Dann gab es Pfiffe. Sie hingen mit einer Aktion Fährmanns zusammen, galten aber nicht ihm. Nach einem Zusammenstoß mit dem heranstürmenden Stürmer Kouemaha erkannte Sippel auf Elfmeter, sah zudem den Tatbestand der „Notbremse“ erfüllt und verwies Fährmann des Feldes.

          Erste rote Karte: Schalkes Torwart Ralf Fährmann muss gehen
          Erste rote Karte: Schalkes Torwart Ralf Fährmann muss gehen : Bild: dpa

          So kam Lars Unnerstall zu seiner Premiere als Bundesligatorhüter. Und war gleich beim ersten Schuss ohne Abwehrchance: Tiffert nutzte den Strafstoß. Sahan und Kirch hätten den Vorsprung des Außenseiters kurz vor der Pause sogar ausbauen können.

          Trotz Unterzahl gingen die Schalker nach dem Seitenwechsel couragierter zu Werke, blieben dabei aber zunächst unproduktiv. Doch nach gut einer Stunde griff wieder der Schiedsrichter ein. Sippel entschied abermals auf Strafstoß und verhängte einen Platzverweis, dieses Mal gegen Kaiserslautern.

          Zweite rote Karte: Auch FCK-Verteidiger Rodnei (rechts) muss vorzeitig gehen
          Zweite rote Karte: Auch FCK-Verteidiger Rodnei (rechts) muss vorzeitig gehen : Bild: dpa

          Rodneis Foul an Jurado mit Rot zu bestrafen legte die Vermutung nahe, Sippel habe eine Konzessionsentscheidung getroffen. Huntelaar traf vom Elfmeterpunkt aus zum 1:1. Doch zehn Minuten später schoss Kouemaha den 1. FC Kaiserslautern zum Sieg und sorgte dafür, dass Schalke den Sprung auf Platz zwei verpasste.

          FC Schalke 04 - 1. FC Kaiserslautern 1:2 (0:1)

          FC Schalke 04: Fährmann - Höger, Höwedes, Metzelder, Fuchs - Papadopoulos (75. Farfán) - Draxler (30. Unnerstall), Holtby (46. Jones), Jurado - Raúl, Huntelaar
          1. FC Kaiserslautern: Trapp - Dick, Amedick, Rodnei, Bugera - Sahan, de Wit (73. Petsos), Kirch, Tiffert (84. Sukuta-Pasu) - Kouemaha, Shechter (64. Abel)
          Schiedsrichter: Sippel (München)
          Zuschauer: 61.673 (ausverkauft)
          Tore: 0:1 Tiffert (30./Foulelfmeter), 1:1 Huntelaar (62./Foulelfmeter), 1:2 Kouemaha (72.)
          Gelbe Karten: Höger (1), Metzelder (1), Raúl (1) / Bugera (1), Dick (4), Kirch (2)
          Rote Karten: Fährmann (28./Notbremse) / Rodnei (61./Notbremse)

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