Manipulationsvorwurf : Fifa kommentiert Kamerun-Ermittlung nicht

Unter Verdacht: Der 4:0-Sieg Kroatiens gegen Kamerun hat Misstrauen erregt. Die Fifa nimmt einen Bericht des „Spiegel“ ernst, kommentiert aber den Stand der Ermittlungen nicht.
Aus Sorge vor einer möglichen Behinderung von Ermittlungen macht die Fifa keine Aussagen zu den Ermittlungen des Fußball-Verbandes von Kamerun zu einer möglichen Manipulation des WM-Spiels gegen Kroatien. „Die Fifa ist nicht in der Position, dies zu beurteilen“, sagte Weltverbands-Sprecherin Delia Fischer.
Man wolle die Untersuchungen „nicht gefährden“, hieß es am Dienstag in Rio de Janeiro. Am Vortag hatte der nationale Verband Kameruns Fecafoot eine Untersuchung der Bestechungsvorwürfe gegen seine Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien angekündigt.

„Der Spiegel“ hatte von einem Manipulationsverdacht im Spiel Kameruns gegen Kroatien unter Berufung auf die Aussage eines Wettpaten und Kronzeugen in einem anderen Betrugsfall berichtet. Die Mannschaft des deutschen Trainers Volker Finke hatte die Partie wie von dem Informanten vorhergesagt mit 0:4 verloren und einen Platzverweis erhalten.
Nach dpa-Informationen wird der Fall von den zuständigen Verbänden sehr ernst genommen. Auch das International Centre for Sport Security in Doha äußerte sich zu den Vorwürfen. Es seien in den „legalen“ Wettmärkten keine Auffälligkeiten notiert worden. Zuständig für die Aufklärung sei derzeit allein die Fifa.





