Gold für deutsche Damen-Staffel : Aus den Trümmern zum Triumph

Total baff und überglücklich: Ein Jahr nach dem Debakel von Sotschi überrascht die deutsche Damen-Staffel bei der Biathlon-WM und gewinnt die Goldmedaille. Entscheidend ist dabei vor allem die Leistung einer Läuferin, die bislang enttäuschte.
„Treffer - Treffer - Treffer - Treffer - Treffer“ - mit jedem Schuss von Laura Dahlmeier wurde die Stimme von Gerald Hönig ein klein wenig lauter und höher. Als seine Schlussläuferin auch diese letzte Schießeinlage mit gewohnter Präzision und kühlem Kopf gemeistert hatte, ließ der Bundestrainer der deutschen Biathletinnen den rechten Arm wie ein Lasso über dem Kopf kreisen. Und seinem Trainerkollegen Tobias Reiter, der sich draußen am brutalen Anstieg vor dem Ziel die Lunge aus dem Leib gebrüllt hatte, um die vier Staffel-Mädels anzufeuern, gab er über Funk noch mit auf den Weg: „Genieß es, Tobi.“ Dann wandte er sich mit feuchten Augen ab und ging ein paar Schritte zur Seite, um wenigstens aus der Distanz mit zu erleben, wie Laura Dahlmeier, mit der deutschen Fahne in der Hand, ihren drei kreischenden Staffelkolleginnen – , Franziska Hildebrand, Franziska Preuß und Vanessa Hinz – in die ausgebreiteten Armen lief.





