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Denk ich an Sport (4) : „Der Zirkus war mein magischer Ort“

  • -Aktualisiert am

Keine Lust auf Sportvereine: Karoline Herfurth Bild: OSTKREUZ - Agentur der Fotografe

Schauspielerin Karoline Herfurth ist inzwischen ein Star des deutschen Films. Hier schreibt sie über ihre Auftritte als Schlangenmädchen, die körperliche Belastung bei Heulszenen und ihre Abkehr von Schönheitsidealen.

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          Karoline Herfurth galt lange als Nachwuchshoffnung des deutschen Films  heute, mit 35 Jahren, ist sie ein Star. Mit 15 wurde sie entdeckt, auf dem Pausenhof einer Berliner Waldorfschule, um in „Crazy“ zu spielen. Mit Anfang zwanzig wurden sie zum Mirabellenmädchen in „Das Parfum“ von Tom Tykwer. Mit Mitte zwanzig spielte sie eine Tanzschülerin im prämierten Film „Im Winter ein Jahr“. „SMS für dich“ hieß 2016 ihr Debüt als Regisseurin. Zuletzt war sie in „Sweethearts“ zu sehen, einer Komödie, bei der sie auch Regie führte. Ihr Beitrag zur Serie „Denk ich an Sport“ wurde aufgezeichnet von F.A.Z.-Sportredakteur Michael Wittershagen.

          Ich bin ein Kind der Achtziger, bin in Ost-Berlin groß geworden. In einer Patchworkfamilie. Wir haben nie Sport geguckt zu Hause, ich wusste damals nicht, dass Boris Becker Wimbledon gewonnen hat, dass Steffi Graf überhaupt Tennis spielt. Ich habe davon wirklich nichts mitbekommen. Wir hatten keinen Fernseher. Dafür bin ich häufig in den Zirkus gegangen, seit den Neunzigern kenne ich den Cirque du Soleil, ich war in „Alegria“ und habe geheult, weil ich es so schön fand. Ich bin ins Ballett gegangen, ich kannte Malakhov, ich kannte Balletttänzer und Artisten, ich bin ins Varieté gegangen, viel ins „Chamäleon“ an den Hackeschen Höfen. Das war meine Welt.

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