Eintracht Braunschweig : Sozialromantiker auf Klassenfahrt

Wenn der Verein einen kleinen Star hat, dann ist es der Trainer. Aufsteiger Eintracht Braunschweig will sich aber auch in der Bundesliga treu bleiben. Doch was in der Region begeistert, wird bundesweit mit Skepsis betrachtet.
Das Tagespensum, das der Cheftrainer im Hotel-Speiseraum persönlich an eine Tafel schreibt, hat es in sich. Weil Torsten Lieberknecht weiß, dass der Aufstieg von Eintracht Braunschweig in die Fußball-Bundesliga seine Tücken mit sich bringt, verlangt der Cheftrainer erstaunlich viel von seinen Profis. Er führt die günstigste Mannschaft der Liga an. Der Etat der Eintracht mit rund 40 Millionen Euro ist eine Summe, die andere Vereine in einzelne Spieler investieren. „Wir wollen eine Mannschaft zum Anfassen bleiben, die alles nur Erdenkliche versucht“, sagt der Trainer. Er wirkt sehr entspannt, wenn er zuletzt zwischen seinen schweißtreibenden Übungseinheiten im Zillertal erklärte, warum er seine Spieler so scheucht, und wie er mit der Eintracht in der höchsten deutschen Spielklasse den Erfolg sucht.





