Deutschlands Sparpolitik stößt auf Widerstand. Der Chef von Portugals Regierungspartei nennt Finanzminister Schäuble einen „Brandstifter“. Zu den deutschen Bürgern hat Carlos Cesar ebenfalls eine klare Meinung.
Drei Jahre lang haben der Internationale Währungsfonds und die EU Portugal Finanzhilfen gewährt. Doch waren diese offenbar nur bedingt erfolgreich. Das ist vor allem in drei Bereichen deutlich spürbar.
Portugals Premier Costa scheint betont locker. Er empfiehlt Panikmachern „auf Pokémon-Jagd zu gehen“. Dabei ist die wirtschaftliche Lage des Landes tatsächlich bescheiden - und Besserung scheint nicht in Sicht.
Nach einer nächtlichen Pressekonferenz ist klar: Um die Großbank Espírito Santo zu retten, greift Portugal auf übrig gebliebene Milliarden aus dem Euro-Rettungsfonds zurück. Das Institut selbst wird aufgespalten.
Das portugiesische Verfassungsgericht hat mehrere Sparbeschlüsse der Regierung aufgehoben. Unter anderem wird es keine Gehaltskürzungen im öffentlichen Dienst geben.
Vor drei Jahren bat Portugal um finanzielle Hilfe. Nun muss sich das Land entscheiden: Soll es den Schritt in die Unabhängigkeit wagen? Oder vorsorglich einen neuen Kredit aufnehmen?
Portugals Wirtschaft läuft schwach. Die Unternehmen müssen mehr Geschäft im Ausland machen - sonst ist das Land womöglich weiter auf Finanzhilfe angewiesen.
Für das ärmste westeuropäische Land soll 2014 ein entscheidendes Jahr werden: Im Mai will Portugal an die Finanzmärkte zurückkehren. Einiges deutet auf eine Wende zum Besseren.
Über 300.000 Portugiesen haben von einer Amnestieregelung Gebrauch gemacht. Nach Überweisung säumiger Steuern wurde ihnen ein Teil der Bußgelder erlassen. 1,25 Milliarden Euro haben sie nachgezahlt.
In Lissabon gibt es Widerstand gegen Rentenkürzungen und Proteste gegen die Sparpolitik der Regierung. Dabei muss Portugal Mitte 2014 finanziell wieder auf eigenen Beinen stehen.
Portugals Regierung versucht, die Staatsfinanzen zu sanieren. Nun haben die obersten Richter des Landes ein weiteres Mal ein dafür wichtiges Spargesetz untersagt. Der Ministerpräsident bringt ein zweites Hilfspaket ins Gespräch.
Statt 6 nur 3,85 Milliarden Euro Budgetdefizit: Das klamme Euroland hält den vereinbarten Hilfsplan locker ein. Die Arbeitslosigkeit bleibt indes hoch - auch wegen der Sparpolitik.
Die so genannte Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF hat zugestimmt, ihre nächste Bestandsaufnahme der portugiesischen Sparbilanz frühestens Ende August vorzunehmen. Grund ist die politische Krise in dem Land.
Vítor Gaspar gilt als Architekt der strikten Sparpolitik in Portugal. Beliebt hat er sich damit nicht gemacht. Jetzt hat er seinen Rücktritt erklärt. Eine Nachfolgerin ist bereits bestimmt.
Portugal hat sich mit der Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds über sein neues Sparprogramm geeinigt. Damit ist der Weg frei für die Auszahlung der nächsten Hilfstranche in Höhe von zwei Milliarden Euro.
Mit hochspekulativen Geschäften haben staatliche Unternehmen in Portugal bis zu 3 Milliarden Euro verloren. Um die Konjunktur weiter zu beleben, will Wirtschaftsminister Santos Pereira die Unternehmenssteuer senken.
Nach dem Veto des Verfassungsgerichts gerät das hochverschuldete Portugal immer stärker unter Druck. Finanzminister Schäuble hat ebenso wie die EU-Kommission Portugals Regierung aufgefordert, ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber den internationalen Geldgebern nachzukommen.
Nach dem Budget-Veto des portugiesischen Verfassungsgerichts gegen Teile des Haushalts 2013 hat Portugals Ministerpräsident Coelho neue Sparmaßnahmen angekündigt.
Portugals in Nöten: Das Verfassungsgericht kippte Teile des Sparhaushalts. Die Regierung von Passos Coelho wirft den Richtern vor, mit dem Urteil die Finanzkrise zu verschärfen.
Portugal spart, Großprojekte sind auf unbestimmte Zeit verschoben. Doch die Arbeitslosigkeit steigt weiter, und der Widerstand in der Bevölkerung gegen den Sparkurs wächst.
Die schwarz-gelbe Koalition diskutiert einem Zeitungsbericht zufolge Möglichkeiten, wie bei den geplanten Krediterleichterungen für Irland und Portugal eine Bundestagsabstimmung vermieden werden kann.
Nach einem Medienbericht berät die Euro-Gruppe am Montag über Finanzhilfen für Portugal. Das Land beruft sich angeblich auf einen EU-Gipfelbeschluss. Die Portugiesen hoffen auf ähnliche Zugeständnisse wie Griechenland.
Wie in Athen wird die Kanzlerin auch beim Besuch in Lissabon von wütenden Demonstranten empfangen. Merkel unterstützt den Sparkurs des Euro-Partners Portugal - der sei auch für Deutschland wichtig.
Begleitet von Protesten und einem enormen Sicherheitsaufgebot hat Angela Merkel ihren Besuch in Portugal begonnen. Dem Land bescheinigt sie, auf einem guten Weg zu sein.
Nach Spanien muss jetzt auch Portugal seine Banken stützen. 6,6 Milliarden Euro will der Staat in drei angeschlagene Institute pumpen. Zwölf Milliarden Euro waren im Hilfsprogramm der EU bereits dafür vorgesehen. Die Troika hat unterdessen die nächste Milliardenzahlung aus dem Hilfspaket freigegeben.