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Schuldenkrise : Portugal bekommt seinen Haushalt schneller in den Griff

  • Aktualisiert am

Gespannt, wie es weitergeht: Besucher eines Musikfestivals im portugiesischen Sines. Bild: dpa

Statt 6 nur 3,85 Milliarden Euro Budgetdefizit: Das klamme Euroland hält den vereinbarten Hilfsplan locker ein. Die Arbeitslosigkeit bleibt indes hoch - auch wegen der Sparpolitik.

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          Portugal baut sein Haushaltsdefizit offenbar schneller ab als erwartet. Der Fehlbetrag betrug im ersten Halbjahr etwa 3,85 Milliarden Euro und befand sich damit weit unter der Marke von sechs Milliarden Euro, auf die sich Portugal mit seinen internationalen Geldgebern im Rahmen seines Rettungspakets geeinigt hatte, teilte das Finanzministerium in Lissabon mit: „Portugal hat das Ziel erreicht.“

          Einmalige Effekte herausgerechnet sei das Defizit seit dem Jahr 2012 um knapp 370 Millionen Euro gesunken. Zwar legten die Ausgaben der Regierung wegen der höheren Arbeitslosigkeit und wegen eines Stellenabbaus im öffentlichen Dienst zu. Die Einnahmen stiegen aber noch stärker.

          Portugal steckt derzeit in der schwersten Rezession seit den siebziger Jahren, die Arbeitslosigkeit liegt auf Rekordniveau. Grund dafür ist auch das harte Sparprogramm, das das Land im Gegenzug für die Finanzhilfe seiner europäischen Partnerländer aufgelegt hat.

          Im laufenden Jahr soll das Haushaltsdefizit so auf 5,5 Prozent der Wirtschaftsleistung gedrosselt werden, 2014 sollen es dann vier Prozent sein. 2012 lag der Fehlbetrag noch bei 6,4 Prozent.

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