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WM-Premiere im Monobob : „Vielleicht hat es jetzt Klick gemacht“

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Unangefochten: Kaillie Humphries Bild: Reuters

Die zuvor ungeliebte Disziplin Monobob beschert den deutschen Pilotinnen bei der WM-Premiere gleich zwei Medaillen. Im Viererbob dominiert einmal mehr Dauergewinner Friedrich mit seiner Crew.

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          Stephanie Schneider und Laura Nolte haben bei der WM-Premiere im Monobob Silber und Bronze geholt. Zwar konnte das Duo den Sieg der wohl besten Pilotin der Welt, Kaillie Humphries aus den Vereinigten Staaten, nicht verhindern mit Blick auf das Olympia-Debüt der Disziplin in Peking 2020 sollte es aber Auftrieb geben. „Letzte Woche ist es uns nicht gelungen, umso schöner, dass es jetzt geklappt hat“, sagte Schneider, die zur Halbzeit noch in Führung lag.

          Doch Humphries fuhr am Sonntag in Altenberg zweimal Bahnrekord und schraubte die Bestzeit auf 59,47 Sekunden. „Es macht einen Riesenspaß, ich habe so für die Disziplin gekämpft“, sagte die nun fünfmalige Weltmeisterin in der ARD. Nach vier Läufen hatte sie 0,50 Sekunden Vorsprung auf Schneider vom WSC Oberwiesenthal. Dritte wurde die Winterbergerin Nolte, die 2016 Jugend-Olympiasiegerin im Monobob wurde.

          „Ganz unter Kontrolle hab ich den Bob noch nicht“, gab Schneider zu und betonte: „Lieber hätte ich diese Medaille im Zweier mit dem Team geholt.“ Nolte war enttäuscht über ihren Finallauf, ansonsten aber zufrieden: „Ich hatte die Disziplin von Anfang an angenommen. Vielleicht hat es jetzt bei den ein oder anderen auch Klick gemacht“, sagte sie.

          Zweierbob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka vom BRC Thüringen verbuchte mit Rang vier ihr bestes Ergebnis in diesem Winter. „Damit kann ich leben, es war meine bisher beste Quote, alles gut“, fand die wohl größte Kritikerin versöhnliche Worte: „Es ist aber noch nicht im fahrerischen Topbereich.“ Die Wiesbadenerin Kim Kalicki wurde Sechste.

          Auffällig war, dass kaum eine Pilotin ohne Bandenberührung oder Quersteher die anspruchsvolle Piste herunter kam. Mitfavoritin Elena Meyers-Taylor aus den Vereinigten Staaten stürzte sogar zweimal  ihr Schlitten richtete sich jedoch immer wieder auf. Auch Breeana Walker aus Australien, zweimal Siegerin in diesem Winter, gab nach einem Sturz im dritten Lauf auf.

          Annähernd unschlagbar: Francesco Friedrich und seine Crew.
          Annähernd unschlagbar: Francesco Friedrich und seine Crew. : Bild: dpa

          Der von einem Münchner Hersteller produzierte Einheitsbob für 22.000 Euro ist leichter und deutlich langsamer als ein Zweierbob. „Daher rutscht er leichter und bricht im Heck auch schneller aus“, erklärte Jamanka. 

          Friedrich gewinnt auch im Viererbob

          Francesco Friedrich hat zum Abschluss der Bob-WM sein fünftes Double im Eiskanal nacheinander geholt und seinen Rekord auf elf WM-Titel geschraubt. Der 30-Jährige zauberte am Sonntag in Altenberg im Viererbob abermals Start- und Laufbestzeiten aufs Eis und verwies mit seiner Crew Thorsten Margis, Candy Bauer und Alexander Schüller den Österreicher Benjamin Maier mit 0,79 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Es war die erste WM-Medaille für die Alpenrepublik seit 26 Jahren. Friedrich sponsert Maier sogar und damit einen direkten Kontrahenten, damit die Bobfamilie insgesamt erhalten bleibt.

          Der für Stuttgart startende Berchtesgadener Johannes Lochner, im Vorjahr mit fünf Hundertstel Rückstand auf Friedrich WM-Zweiter, kam diesmal mit 1,51 Sekunden Rückstand auf Rang drei. Christoph Hafer vom BC Feilnbach landete auf Platz sechs.

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