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Skeleton-WM : Die Sonne gibt den entscheidenden Schub

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Sie hatte fast keine Chance mehr – aber sie nutzte sie: Tina Herrmann wird abermals Weltmeisterin. Bild: dpa

Vor dem letzten Lauf bei der Skeleton-WM liegt Tina Hermann noch deutlich zurück, doch dann ändert sich die Wetterlage und der Titelverteidigerin gelingt ein Traumlauf zu Gold.

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          Tina Hermann (Königssee) ist dank eines herausragenden Finales zum dritten Mal Skeleton-Weltmeisterin und hat den erfolgsverwöhnten deutschen Frauen den bereits vierten Titel in Serie beschert. Die Titelverteidigerin setzte sich an diesem Samstag in einer Gesamtzeit von 3:54,62 Minuten vor Marina Gilardoni durch (+0,22 Sekunden), die es als erste Schweizerin überhaupt auf ein WM-Podest schaffte. Bronze ging an Janine Flock aus Österreich (+1,21).

          Noch vor dem vierten und letzten Lauf hatte Hermann scheinbar aussichtslose 0,66 Sekunden Rückstand auf Gilardoni, mit einem Bahnrekord von 57,77 Sekunden zog sie aber noch vorbei und schrie anschließend ihre Freude heraus. „Es war so viel Druck da, das musste einfach raus“, sagte die 27-Jährige in der ARD: „Ich hatte vorher keinen einzigen perfekten Lauf, dabei weiß ich ja, dass ich es kann.“ Auf „nicht mal zehn Prozent“ habe sie vor dem entscheidenden Durchgang ihre Chancen geschätzt, „ich habe gar nicht mehr damit gerechnet“.

          Die Olympia-Zweite Jacqueline Lölling (Winterberg) tat sich bei teilweise widrigen Wetterverhältnissen schwer und kam nicht über Rang vier (+1,39) hinaus, Sophia Griebel aus Suhl (+1,87) wurde Sechste. Vor einem Jahr auf der kanadischen Bahn in Whistler hatten Hermann, Lölling und Griebel alle drei WM-Medaillen geholt und damit für eine Premiere im Skeleton der Frauen gesorgt. Hermann gewann auch schon 2016 in Igls, Lölling wurde 2017 am Königssee Weltmeisterin.

          Diesmal taten sie sich vor allem mit dem Wetter schwer. Durch Schneefall am Freitag und Samstagmorgen war die Bahn deutlich langsamer als gewöhnlich. Das ist für Hermann, Lölling und Griebel ein Problem, weil sie beim Startsprint zu den langsameren Athletinnen gehören. Je langsamer die Eisrinne, desto schwerer fällt es, den Startrückstand aufzuholen. Vor dem vierten Lauf kam über dem Erzgebirge allerdings die Sonne heraus.

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