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Skeleton-WM in Altenberg : Kopf voraus zum deutschen Doppelsieg

  • Aktualisiert am

Kanonenkugel im Eiskanal: Skeletonis fahren Kopf voraus dem Ziel entgegen Bild: dpa

Die deutschen Skeletonis sind beim entscheidenden Rennen in Topform. Erst gewinnt Tina Herrmann vor Jacqueline Lölling. Dann wird auch Christopher Grotheer wieder Weltmeister.

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          Christopher Grotheer vom BRC Thüringen hat seinen Überraschung-Titel vom Vorjahr bei der Skeleton-Weltmeisterschaft in Altenberg verteidigt. Der 28-Jährige, der in diesem Winter kein Weltcuprennen gewann, legte auf seiner Lieblingsbahn eine furiose Aufholjagd hin und raste mit zwei Laufbestzeiten am Freitag am führenden Russen Alexander Tretjakow vorbei. Nach vier Läufen hatte Grotheer 0,28 Sekunden Vorsprung auf den Olympiasieger von 2014.

          Alexander Gassner vom BSC Winterberg kam wie im Vorjahr auf Rang drei. Der zweimalige Junioren-Weltmeister Felix Keisinger vom WSV Königssee konnte Platz drei nach dem dritten Lauf nicht halten und komplettierte als Vierter das gute Abschneiden der Deutschen. Enttäuschend war der 16. Platz vom sechsmaligen Weltmeister Martins Dukurs aus Lettland und Rang 17 von Pyeongchang-Olympiasieger Yun Sungbin aus Südkorea.

          Tina Hermann vor Jacqueline Lölling

          Zuvor war Tina Hermann dank eines herausragenden Finales zum dritten Mal in Serie Skeleton-Weltmeisterin geworden. Die 28-Jährige vom Königssee setzte sich nach vier Läufen in Altenberg durch, dabei verdrängte sie erst im letzten Durchgang ihre Teamrivalin Jacqueline Lölling aus Winterberg auf Rang zwei. Elf Hundertstelsekunden trennten die beiden besten Pilotinnen der vergangenen Jahre.

          Weltmeisterin dank eines starken letzten Laufs: Tina Hermann
          Weltmeisterin dank eines starken letzten Laufs: Tina Hermann : Bild: AFP

          Dritte wurde die Russin Jelena Nikitina mit bereits 1,6 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Sophia Griebel vom BRC Thüringen kam zeitgleich mit der Russin Alina Tararischenkowa auf Platz vier. Beide verfehlten das Podest nur um zwei Hundertstelsekunden. Junioren-Weltmeisterin Hannah Neise (Winterberg) auf Platz sieben komplettierte das starke deutsche Ergebnis.

          Für die erfolgsverwöhnten deutschen Frauen war es der fünfte Weltmeister-Titel in Serie, für Hermann der insgesamt bereits vierte. 2017 hatte Lölling WM-Gold gewonnen. In der zurückliegenden Weltcup-Saison hatten sich beide allerdings ungewohnt schwer getan. Lölling gewann lediglich ein Rennen und holte zudem einen dritten Platz, Hermann war bis Freitag sogar sieglos geblieben, doch nun gewann sie das wichtigste Rennen des Winters. Den Gesamtweltcup hatte Janine Flock souverän für sich entschieden, die Österreicherin landete nun in Altenberg aber nur auf dem völlig enttäuschenden 16. Platz.

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