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Biathlon in Hochfilzen : Papa Peiffer mit nächstem Podestplatz

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Strahlender Zweiter: Arnd Peiffer (links) neben dem Gewinner Martin Fourcade (Mitte) und dem Drittplatzierten Vetle Sjåstad Christiansen. Bild: AFP

Arnd Peiffer sichert den deutschen Biathlon-Männern im fünften Einzelrennen bereits den dritten Podestplatz. Der Sprint-Olympiasieger muss sich nur Martin Fourcade geschlagen geben. Bei den Frauen reicht es nicht für das Podium.

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          Arnd Peiffer zeigte die Siegerfaust und lief lächelnd über die Ziellinie. Mit seinem starken zweiten Platz in der Verfolgung von Hochfilzen hat der Sprint-Olympiasieger den deutschen Biathleten am Samstag im fünften Einzelrennen der Saison bereits den dritten Podestplatz beschert. Nachdem der Harzer wegen der Geburt des ersten Kindes zu Saisonbeginn im ersten Staffelrennen gefehlt hatte, meldete sich der 31-Jährige einen Tag nach seinem fünften Platz im Sprint beim Weltcup in Österreich endgültig in der Weltspitze zurück.

          „Ich bin total froh, dass ich am Ende die Null bringen konnte und dass es so gut geklappt hat“, sagte Peiffer, der 19 seiner 20 Schüsse traf. Bei den letzten beiden Schießeinlagen blieb er fehlerfrei und sicherte sich so sein bestes Ergebnis des noch jungen Winters. Allerdings musste er auch zugeben: „Ich war schon nervös vor dem letzten Schießen. Ich habe versucht, mich auf die Technik zu konzentrieren – das war ein gutes Rezept.“

          Schneller war nur der Franzose Martin Fourcade, der sich keinen Schießfehler leistete und nach 12,5 Kilometern im Ziel 13,7 Sekunden Vorsprung vor Peiffer hatte. Dritter wurde Vetle Sjåstad Christiansen. Der Norweger konnte sich auf der Schlussrunde nicht mehr entscheidend gegen Peiffer wehren.

          Nur knapp 24 Stunden nach seinem dritten Platz im Sprint vergab Weltmeister Benedikt Doll einen weiteren Podestplatz mit drei Fehlern im letzten Schießen. Nach insgesamt fünf Strafrunden wurde der 28 Jahre alte Schwarzwälder noch bis auf den 17. Platz durchgereicht. Massenstart-Weltmeister Simon Schempp arbeitete sich ohne Fehler nach einer starken Vorstellung vom 25. auf den achten Rang nach vorne. Erik Lesser wurde mit zwei Fehlern 23, Johannes Kühn kam auf Rang 25.

          In Abwesenheit der pausierenden Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier läuft es für das Frauenteam weiter enttäuschend. Auch nach fünf Einzelrennen gab es noch keinen Podestplatz, Hildebrand war als Neunte der Verfolgung am vorletzten Wettkampftag in Tirol noch die Beste. Die 31-Jährige leistete sich einen Schießfehler und landete nach zehn Kilometern 25,4 Sekunden hinter der siegreichen Finnin Kaisa Mäkäräinen. „Das war ein ordentlicher Wettkampf. Es ist diese Saison meine erste Top-Ten-Platzierung – und damit bin ich zufrieden“, sagte die für Clausthal-Zellerfeld startende Hildebrand.

          Platz zwei sicherte sich Paulina Fialkova aus der Slowakei vor der Italienerin Dorothea Wierer. Zweitbeste Deutsche wurde Vanessa Hinz (4) als 21. mit einem Rückstand von 1:34,9 Minuten, Franziska Preuß (3) reihte sich auf Rang 23 ein. „Mich ärgern die drei Fehler extrem. Damit kommt man im Verfolger nicht nach vorne. Es gibt noch sehr viel zu arbeiten“, sagte Preuß. Einziger kleiner Lichtblick war Denise Herrmann (2), die sich dank einer starken Laufleistung immerhin von Platz 60 auf Rang 26 nach vorne arbeitete.

          Zum Abschluss stehen in Hochfilzen am Sonntag (ab 11.15 Uhr/ZDF und Eurosport) die ersten Staffelrennen der Saison auf dem Programm.

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