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Nordische Ski-WM : „Wir waren zweimal schon tot“

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Vinzenz Geiger (l-r), Fabian Rießle, Johannes Rydzek und Eric Frenzel freuen sich über den zweiten Platz. Bild: dpa

Die deutschen Kombinierer Johannes Rydzek, Eric Frenzel, Fabian Rießle und Vinzenz Geiger gewinnen nach einem dramatischen Staffelrennen bei der nordischen Ski-WM Silber.

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          Die deutschen Nordischen Kombinierer haben die Silbermedaille im WM-Mannschaftswettbewerb geholt. In der Besetzung Johannes Rydzek, Eric Frenzel, Fabian Rießle und Vinzenz Geiger musste sich das Team von Bundestrainer Hermann Weinbuch am Samstag in Seefeld nur Norwegen geschlagen geben. Bronze ging an Österreich.

          Die Ausgangsposition für die deutschen Kombinierer war nach dem Skispringen alles andere als optimal. Mit 41 Sekunden Rückstand auf die führenden Österreicher ging das Team nur als Vierter ins Rennen – und Weinbuch setzte auf Risiko. „Wir müssen einfach pokern“, sagte er und ließ den etatmäßigen Schlussläufer Johannes Rydzek beginnen. Es ging schief, denn der Vierfach-Weltmeister von Lahti brach als Startläufer am Ende komplett ein. Danach schien die Medaille verloren.

          Doch vor allem dank des wie entfesselt laufenden Seefeld-Doppelweltmeisters Frenzel gelang noch einmal der Anschluss. Im Finale war Norwegens Schlussmann Jarl Magnus Riiber dann allerdings einen Tick zu stark. Der deutsche Schlussläufer Geiger verlor auf den letzten 300 Metern in der Loipe gegen den überragenden Norweger. Für Riiber war es nach Gold im Normalschanzen-Einzel der zweite Sieg in Tirol.

          „Es war unglaublich spannend. Wir waren zweimal schon tot, und haben doch noch um Gold gekämpft. Ich bin sehr stolz auf die Jungs, wir haben Silber gewonnen“, sagte Weinbuch im ZDF: „Wir waren heute ein Team, es ist immer jemand in die Bresche gesprungen.“

          Bei den vergangenen Großereignissen in Lahti (WM 2017) und Pyeongchang (Olympia 2018) hatte Deutschland diesen Wettbewerb souverän gewonnen. Trotz einer schwierigen Saison mit vielen Rückschlägen untermauerten die Weinbuch-Schützlinge mit drei Medaillen beim Saisonhighlight wieder einmal ihre Stärke. Für Weinbuch war es in 26 Jahren als verantwortlicher Coach die 52. Medaille bei einem Großereignis. Auch mit Blick auf die erste WM-Woche mit zwei Titeln fällt die Bilanz von Seefeld und Innsbruck für sein Team nun sehr gut aus. „Wenn einer mir vor der WM gesagt hätte, wir holen zwei Gold und ein Silber, dann wäre ich aus allen Wolken gefallen“, sagte Weinbuch.

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