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Rodel-WM : Geisenberger und Eggert/Benecken holen Sprint-Titel

  • Aktualisiert am

Strahlende Gewinnerin: Nathalie Geisenberger Bild: EPA

Mit Nathalie Geisenberger an der Spitze hat das deutsche Rodelteam bei der Heim-WM in Winterberg zahlreiche Medaillen in den Sprintwettbewerben eingefahren. Felix Loch hofft noch auf die Goldene.

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          Natalie Geisenberger führte einen Dreifacherfolg der Frauen an, die Doppelsitzer holten in Winterberg Rang eins und zwei – Felix Loch dagegen gehörte beim Auftakt der Heim-WM nicht zu den Siegern im deutschen Rodel-Lager. Doch auch seine Silbermedaille im Sprint hatte für den einstigen Dominator einen goldenen Glanz.

          „Der zweite Platz macht mich überglücklich“, sagte Loch dem sid, und seine Erleichterung war greifbar. Seit mehr als einem Jahr hat der zweimalige Einzel-Olympiasieger kein Rennen mehr gewonnen. Doch vor dem klassischen, dem wirklich wichtigen WM-Rennen am Sonntag (ab 11.05 Uhr), gab Silber im nicht-olympischen Sprint dem 29-Jährigen Auftrieb. „Für das Selbstvertrauen ist es sehr wichtig zu sehen, dass man es hinkriegt“, sagte der Berchtesgadener: „Ich habe nie daran gezweifelt, dass ich Rodeln kann. Aber man muss halt auch mal auf dem Treppchen stehen, um es zu spüren. Anscheinend habe ich jetzt im richtigen Moment an den richtigen Schräubchen gedreht.“

          Schneller als Loch war nur der Überraschungssieger aus Österreich. Jonas Müller stand noch nie auf einem Weltcup-Podest, seit Freitag ist der 21-Jährige nun Sprintweltmeister. 24 Tausendstel betrug sein Vorsprung auf Loch. Der Olympia-Dritte Johannes Ludwig wurde Vierter hinter dem Russen Semen Pawlitschenko, Chris Eißler belegte den siebten Rang.

          Es regnete Medaillen für das deutsche Team

          Die Frauen wurden ihrer Favoritenrolle indes absolut gerecht und stellen nun erstmals in der noch jungen Geschichte des Wettbewerbs die Sprintweltmeisterin. Olympiasiegerin Geisenberger setzte sich mit sieben Tausendsteln Vorsprung auf Julia Taubitz durch, Dritte wurde Dajana Eitberger. Tatjana Hüfner musste sich mit dem fünften Platz begnügen.

          Bei den Doppelsitzern hatten die Weltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken ihren ersten Sprinttitel gewonnen, sie verwiesen die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt auf Rang zwei.

          „Das normale Rennen steht noch mal eine Stufe über dem Sprint, aber am Ende ist das hier trotzdem ein Weltmeistertitel“, sagte Eggert über die Wertigkeit des Wettbewerbs. „Wir haben im Rodeln nicht so viele, und deshalb will jeder gewinnen.“ Bronze holte das Doppel Thomas Steu/Lorenz Koller aus Österreich, die Lokalmatadoren Robin Geueke/David Gamm belegten den siebten Platz.

          Der Sprint wird in Winterberg zum dritten Mal auf WM-Niveau ausgefahren. Die Entscheidung fällt dabei in nur einem Lauf, die Zeitmessung beginnt mit fliegendem Start etwa 100 Meter nach der Startrampe. Am Wochenende stehen die klassischen Rennen der Doppelsitzer, Frauen (jeweils Samstag, 11.10 Uhr und 14.20 Uhr) und Männer (Sonntag, 11.05 Uhr) an. Abgeschlossen wird die WM am Sonntagnachmittag mit der Teamstaffel (15.50 Uhr).

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