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Skifliegen in Oberstdorf : Eisenbichler landet mal etwas früher

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Mit Mühe: Markus Eisenbichler landet nicht nach Vorschrift. Bild: AP

Der Abschluss des Skiflugwochenendes gelang Markus Eisenbichler nicht wie gewünscht. Beim Sieg des Polen Kamil Stoch wurde er nur Zehnter in Oberstdorf.

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          Markus Eisenbichler hat zum Abschluss des Skiflug-Wochenendes in Oberstdorf einen abermaligen Podestplatz klar verpasst. Beim ersten Saisonerfolg des Polen Kamil Stoch landete der 27-Jährige im dichten Schneetreiben als mit Abstand bester Deutscher auf Platz zehn. Hinter Olympiasieger Stoch komplettierten Geburtstagskind Jewgeni Klimow (Russland/26) und der Pole Dawid Kubacki das Treppchen.

          „Heute war ich platt, das war richtig anstrengend. Ich bin froh, wenn ich daheim bin. Und Zehnter, das ist ja auch nicht so schlecht“, sagte Eisenbichler in der ARD: „Mein zweiter Sprung war heute extrem spät. Da reichte es nicht mehr. Trotzdem freue ich mich auf die nächsten Herausforderungen.“

          Eisenbichler, auf der Heini-Klopfer-Schanze zuvor Dritter und Zweiter, segelte beim dritten Fliegen auf 210,5 m und 206,5 m. Zum Podium fehlten dem Zweiten der Vierschanzentournee mit 374,8 Punkten umgerechnet gut 25 Meter. Eine Klasse für sich war Stoch (413,2 Punkte), der auf 214,5 und 227,5 m kam. Der Japaner Ryoyu Kobayashi wurde einen Tag nach seinem zehnten Saisonsieg Neunter.

          Zweitbester DSV-Adler vor 9000 Zuschauern war Stephan Leyhe auf Rang 17. Martin Hamann verbuchte als 29. das beste Ergebnis seiner Karriere und schraubte zudem seine persönliche Bestweite von 209,0 auf 224,0 m. Der Oberstdorfer Lokalmatador Karl Geiger sammelte als 30. noch ein Weltcup-Pünktchen.

          Olympiasieger Andreas Wellinger, der am Samstag schon in der Qualifikation gescheitert war, verpasste als 31. dagegen den Sprung unter die besten 30. Richard Freitag flog sogar nur auf Platz 48. Auch für Junioren-Teamweltmeister Constantin Schmid war als 42. nach der Qualifikation Endstation.

          Für einen Schreckmoment sorgte Tomas Vancura mit einem spektakulären Sturz. Der Tscheche fiel nach einem Fehler nach dem Absprung aus großer Höhe auf den Boden, rutschte den Hang hinunter, blieb aber offenbar unverletzt.

          Althaus springt aufs Podest

          Katharina Althaus hat derweil beim Weltcup in Hinzenbach abermals  ihre WM-Form unter Beweis gestellt. Die Olympiazweite aus Oberstdorf landete wie schon am Samstag auf Rang drei und stand zum achten Mal in diesem Winter auf dem Podest. Ihren fünften Sieg in Serie feierte in Österreich Olympiasiegerin Maren Lundby (Norwegen) vor Sara Takanashi (Japan). Althaus kam auf 89,0 und 87,5 m. Mit insgesamt 238,5 Punkten lag sie aber klar hinter Überfliegerin Lundby (250,8) und Takanashi (241,2). Juliane Seyfarth, am Samstag starke Zweite, und Sotschi-Olympiasiegerin Carina Vogt komplettierten auf den Rängen vier und sechs das starke deutsche Ergebnis.

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