Biathlon : Miriam Gössner ist endlich wieder mittendrin

Nach ihrer schweren Verletzung hat sich Miriam Gössner zurück gekämpft. Kraft gibt ihr Felix Neureuther, ihr Freund. Mit 25 Jahren ist sie zur professionellen Biathletin gereift.
Das Lachen ist wieder da. Obwohl es eigentlich nie weg war. Aber es wirkte lange wie einstudiert, das Gesicht zur Maske erstarrt. Zur Schutzmaske. Hinter die man sich zurückziehen konnte, wann immer diese Fragen kamen. Also schnell ein paar Sätze aus der Phrasenfabrik, die nach ungebrochener Zuversicht klingen sollten, und dann die Maske aufgesetzt. Weglächeln nennt man das. Aber diesen Selbstschutz hat Miriam Gössner offenbar gebraucht. Jetzt strahlen ihre Augen wieder, wenn sie lacht, sie wirkt locker, entspannt, und viel offener. Die junge Frau aus Garmisch-Partenkirchen muss nicht mehr Versteck spielen. Sie ist zurück in der Biathlon-Weltspitze, zurück auf dem Podium. Dort, wo eine mit ihren Fähigkeiten eigentlich hingehört. Der dritte Platz im Weltcup-Sprint von Hochfilzen ist wie eine kleine Renaissance. „Ich habe mich brutal gefreut. Dass ich es aufs Podium geschafft habe, dass ich da wieder rausgekommen bin, ist wirklich sehr bedeutungsvoll für mich.“ Wichtiger als ihre drei Weltcup-Siege. Aber das waren andere Zeiten.





