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Ärger bei der Biathlon-WM : Scharfe Schüsse gegen den Weltmeister

Wagenburgmentalität: Der Russe Alexander Loginow ist ein Weltmeister, den außer seinen Landsleuten keiner will. Bild: AP

Alexander Loginow hat eine dunkle Vergangenheit. Und bei der Rückkehr nach der Doping-Sperre gab es einen handfesten Skandal. Nun siegt der Russe bei der Biathlon-WM – und die Konkurrenz nimmt ihn aufs Korn.

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          Mit grimmigem Tunnelblick und im Eiltempo hastet Alexander Loginow durch das Spalier der Journalisten. Die Abwehrhaltung pur. Kein Blick nach rechts oder links, schon gar kein Wort. Nur einmal ein unwirsches Abwinken. Sieht so ein Biathlon-Weltmeister aus? Einer, der in Antholz gerade einigermaßen überraschend den Sprint gewonnen und dabei die Branchengrößen Quentin Fillot Maillet, Martin Fourcade und die Bö-Brüder hinter sich gelassen hat? Der 28 Jahre alte Russe weiß vermutlich, was auf ihn zukommt. Weiß, dass er der Weltmeister ist, den – außer den Landsleuten – keiner will, dass er sich gleich wieder erklären muss.

          Der Mann hat eine dunkle Vergangenheit. Loginow war zwischen 2014 und 2016 wegen Epo-Missbrauchs aus dem Verkehr gezogen. Und gleich sein erster großer Auftritt nach der Doping-Sperre, bei der WM 2017 in Hochfilzen, hat für einen handfesten Skandal gesorgt. Damals hatte Fourcade, streitbarer Frontmann der Anti-Doping-Bewegung der Biathleten, bei der Siegerehrung der Mixed-Staffel höhnisch klatschend das Podest verlassen, nachdem die Russen, die mit Loginow hinter Frankreich Dritter geworden waren, ihm den Handschlag verweigert hatten: Fourcade hatte zuvor Loginows Start scharf kritisiert.

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