Olympias Milde gegen Russland : Neinsagen für Anfänger

Der frühere Athletensprecher Adam Pengilly stimmte vor den Olympischen Spielen 2016 als einziges IOC-Mitglied gegen die Zulassung von Wladimir Putins Sportlern. Die servilen Kollegen sind blamiert.
Erinnert sich noch jemand an Adam Pengilly? Das war der Skeleton-Pilot aus Großbritannien, der sich jahrelang mit dem Kopf voraus in den Eiskanal stürzte – und im Jahr 2016 mit dem Kopf durch die Wand wollte.
In jenem Sommer, kurz vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, verweigerte Pengilly als Einziger aus der illustren Mitgliedschaft des Internationalen Olympischen Komitees den windelweichen Sanktionen gegen den russischen Sport die Zustimmung, nachdem bekannt geworden war, dass dort das Doping als Staatsangelegenheit betrieben wurde.
Pengilly wollte mehr, einen kompletten Ausschluss. Der Rest: Jasager, die kritiklos abnickten, was Thomas Bachs Exekutive ihnen vorgab. Was aus Pengilly wurde? Zwei Jahre später schickte man ihn wegen eines aufgebauschten Zwischenfalls mit einem Sicherheitsmann in Schimpf und Schande von den Winterspielen in Pyeongchang nach Hause.
Doch blamiert ist nun nicht er. Blamiert sind all seine servilen Kollegen, die 2016 Olympia verrieten. Wir rufen mit Blick auf das immer noch taktierende IOC: Adam Pengilly for President!






