Russisches Doping : Verschwundene Medaille

Seit einem Jahr wartet Zach Donohue auf seine Medaille der Olympischen Spiele von Peking. Gold? Silber? Er weiß es nicht. Die Angelegenheit im Fall Kamila Walijewa zieht sich.
Nichts ist relativer als die Zeit. Vor allem, wenn man wartet. Zach Donohue beispielsweise wartet schon so lange auf seine Medaille, dass er ganz vergessen hat, dass er wartet.
Donohue ist Eiskunstläufer, Mitglied der amerikanischen Mannschaft, die vor einem Jahr in Peking schon in die Anzüge für die Siegerehrung geschlüpft war, als ihr gesagt wurde, die Siegerehrung falle aus.
Er hielt die Absage durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) erst für einen Scherz, erzählte Donohue jetzt, zum Absagejahrestag dem National Public Radio. Kein Scherz, sondern: russisches Doping.
Genauer: die Nachricht vom positiven Test der damals 15 Jahre alten Wunderläuferin Kamila Walijewa. Seitdem wartet Donohue, und wenn eine Email mit einem Update aufschlage, falle ihm auch wieder ein, dass er noch wartet, ob er nun Silber oder Gold bekommt.
Walijewas Geschichte
Was im Wesentlichen davon abhängt, ob Walijewa mit ihrer Erklärung für das Herzmittel im Körper – aus Versehen aus Opas Glas getrunken – durchkommt. Die Sache zieht sich, aber bislang fährt Walijewa gut mit ihrer Geschichte.
Möglich, dass die Russen Gold bekommen. Wo? Er höre, dass sich viele Wartende eine Siegerehrung bei den Sommerspielen 2024 in Paris wünschten, sagte Donohue. Das IOC dürfte es gerne hören. Russische Sportler sollen ja ohnehin auf die Gästeliste.






