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Basketball-Bundesliga : Den Skyliners fehlt der Spirit

Durchziehen bis zum Abpfiff: Trainer Diego Ocampo im Gespräch mit seinem Team Bild: Picture-Alliance

Frankfurts Basketballprofis brauchen im Kampf gegen den Abstieg aus der Bundesliga mehr Spielkontrolle. Die Skyliners können es sich nicht leisten zu kapitulieren.

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          Der deutsche Meister Alba Berlin auswärts an diesem Dienstag (19 Uhr), Oldenburg am kommenden Sonntag zu Hause im Pokal-Achtelfinale und danach Hamburg, Bonn, Bayern München, Ulm und Bamberg in der Basketball-Bundesliga – das sind die illustren Gegner der Fraport Skyliners bis weit in den November hinein. Ist das 76:89 der Frankfurter gegen Braunschweig zum Rundenauftakt der Maßstab, werden die Skyliners von diesen sieben anspruchsvollen Begegnungen kaum eine gewinnen können.

          Jörg Daniels
          Redakteur in der Sportredaktion

          Zu groß waren die Mängel der Hessen im ersten Leistungstest gegen einen Gegner, der in dieser Verfassung ebenfalls zu den Abstiegskandidaten zählen wird. Sorgen bereiten muss dem neuen Trainer Diego Ocampo vor allem der fehlende Spirit seiner Mannschaft im Endspurt der Auftaktpartie. Er sei „traurig, weil wir in den letzten fünf Spielminuten ein wenig aufgehört haben zu spielen“, sagte der 45 Jahre alte Spanier. Die spielerisch limitierten und verletzungsgeplagten Skyliners können es sich nicht leisten zu kapitulieren.

          Magere Freiwurfquote

          Im Training hatte Ocampo die Intensität hochgehalten. Die Wettkampfhärte sollte den Spielern in Fleisch und Blut übergehen. Den ersten Härtetest der Saison nicht bestanden hat Donovan Donaldson (insgesamt sechs Punkte) auf zentraler Position. Der neue Spielmacher aus den Vereinigten Staaten, der hinter Kapitän Quantez Robertson mit knapp 33 Minuten die zweitmeiste Spielzeit hatte, konnte sich in der Offensive kaum mit gelungenen Aktionen einbringen. Von drei Dreipunktewürfen traf der 24-Jährige keinen, und von der Freiwurflinie brachte er nur 40 Prozent seiner Würfe im Braunschweiger Korb unter.

          Das passte am Sonntag vor 1200 Zuschauern in der Ballsporthalle ins Bild: Die Frankfurter Freiwurfquote betrug unter dem Strich magere 58 Prozent. Die Last in der Offensive mussten Robertson, Rasheed Moore (13) und Neuzugang Brancou Badio (14) tragen. Die 29 Punkte von Flügelspieler Robertson bedeuteten einen neuen Karrierebestwert für den 36 Jahre alten Amerikaner. Erfahrungsgemäß wird er aber nicht immer die Rolle des Topscorers einnehmen können.

          Um im Angriff nicht so leicht ausrechenbar zu sein, sollte die Mannschaft also in der Breite mehr Wucht beim Abschluss entwickeln. Der neue Center Matt Haarms (6), der stattliche 2,21 Meter misst, muss an Durchsetzungsstärke unter dem Korb deutlich zulegen. Auch die Zahl der Ballverluste war mit insgesamt 21 viel zu hoch.

          Anlass zur Hoffnung gibt der 22 Jahre alte Shooting Guard Badio, dessen Athletik und Unbekümmertheit ein Gewinn für die Frankfurter waren. Der senegalesische Nationalspieler aus der Talentschmiede des FC Barcelona erhielt bei seiner Premiere fast 30 Minuten Spielzeit. Ein hoffnungsvolles Zeichen hat auch der noch im Krankenstand befindliche Aufbauspieler Len Schoormann gesendet. Dessen Schambeinentzündung soll in zwei bis drei Wochen abgeklungen sein.

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