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1. Runde im DFB-Pokal : Darmstadt 98 mit dem „härtesten Los“

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Sieht Magdeburg als das „härteste Los“ im DFB-Pokal: „Lilien“-Trainer Dirk Schuster. Bild: dpa

An diesem Freitag beginnt die erste Runde des DFB-Pokals. Die Lilien treten auswärts beim Zweitliga-Aufsteiger Magdeburg an. Wehen Wiesbaden empfängt den FC St. Pauli.

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          Die Pokalgeschichte des SV Darmstadt 98 hat in der jüngeren Vereinsgeschichte keine ruhmreichen Kapitel zu bieten. Die „Lilien“ haben sich mehr blamiert, als engagiert die Chancen in diesem Wettbewerb beim Schopfe zu ergreifen. Vor zwei Jahren war als Erstligaklub Endstation gegen das in der vierten Liga beheimatete Astoria Walldorf, im Vorjahr schieden die „Lilien“ in der ersten Runde bei Jahn Regensburg aus. Losglück haben die Darmstädter sicher nicht. So wie Regensburg frisch in die zweite Liga aufgestiegen war, so geht es an diesem Freitag (20.45 Uhr) auswärts beim 1. FC Magdeburg wieder gegen einen frohgemuten Zweitliga-Neuling. „Magdeburg“, so SVD-Cheftrainer Dirk Schuster, „ist das härteste Los, das wir bekommen konnten.“

          Eine Fahrt zu einem unterklassigen Verein, dessen Widerstand man im Laufe der Spielzeit brechen kann, um dann eine Runde weiter zu kommen – das hätte man bei den Südhessen weitaus lieber gesehen. Nun droht die Darmstädter Pokalreise abermals früh zu enden. „Ich rechne mit einem intensiven und kampfbetonten Spiel, in dem sich beide Teams auf Augenhöhe begegnen“, sagte Schuster, der einst als Spieler beim FCM in der DDR-Oberliga seine Profikarriere in Schwung brachte, ehe er im Westen für seine erfolgreiche Bundesligakarriere anheuerte.

          Schuster kündigt Personalrochade an

          Gegen die robusten wie kampfstarken Magdeburger mit ihren enthusiastischen Fans im Rücken werden sich die mit je einem Sieg und einer Niederlage in die Zweitligasaison gestarteten „Lilien“ tüchtig strecken müssen. „Wir sind der Meinung, dass wir diese Aufgabe lösen können, wenn wir bereit sind, alles abzurufen und über die Leistungsgrenze hinausgehen“, sagte Schuster, der verletzungsbedingt nur auf Angreifer Felix Platte verzichten muss.

          Der Sachse kündigte vor der Reise nach Sachsen-Anhalt an, spielendes Personal auszutauschen im Vergleich zur 0:2-Niederlage in der Liga auf St. Pauli. „Es gibt Gedankenspiele, personell etwas umzustellen. Vielleicht den ein oder anderen Reiz zu setzten“, sagte Schuster. „Wir wollen dem ein oder anderen die Möglichkeit geben, sich zu zeigen – ohne das Große und Ganze zu gefährden.“ Der Einsatz von Tobias Kempe, der eine leichte Virusinfektion auskuriert hat, soll nicht gefährdet sein. Kandidaten für eine Chance in der Startelf wären Neuzugang Sebastian Hertner auf der Linksverteidigerposition, Wilson Kamavuaka im defensiven Mittelfeld und Immanuel Höhn oder Neuzugang Tim Rieder auf weiteren Plätzen in der Abwehrkette.

          Die „Lilien“ haben vor Wochenfrist nicht vermocht, den FC St. Pauli zu schlagen – der SV Wehen Wiesbaden will genau dies in der heimischen Arena schaffen. Die Hessen freuen sich laut Cheftrainer Rüdiger Rehm über das „tolle Los“, das ihnen an diesem Freitagabend (20.45 Uhr) eine nahezu gefülltes Stadion bescheren wird. Im Drittliga-Alltag lockt der SVWW kaum 3000 Zuschauer an. „Für den gesamten Verein sind solche Spiele absolute Highlights“, so Rehm, unter dessen Regie schon in der Vorsaison zwei stimmungsvolle Pokalrunden in Wiesbaden gespielt wurden.

          Nach dem souveränen 2:0-Erstrundensieg gegen den klassenhöheren FC Erzgebirge leisteten die Wehener auch bei der 1:3-Niederlage gegen Schalke 04 zur Zufriedenheit der Zuschauer viel Widerstand. Wehen Wiesbaden will den Pokalabend auch nutzen, um die Stimmung generell aufzuhellen. Mit nur vier Punkten aus vier Spielen ist die Mannschaft unzureichend in die Saison gestartet – auch wenn der Last-Minute-Ausgleich zum 3:3 gegen Eintracht Braunschweig am vergangenen Wochenende einige Emotionen freisetzte. Doch der Spitzenreiter der zweiten Liga wird ein anderes Kaliber darstellen. „Wir wissen alle, was da auf uns zukommt. Mit dem Flutlicht und der Atmosphäre rund um das Spiel können wir uns auf ein echtes Fußballfest freuen“, sagte Rehm.

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