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Damen-Slalom bei Olympia : „Da gehören klare Worte gesagt“

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Christina Geiger schied im olympischen Slalom aus. Bild: AFP

Nach dem historisch schlechten Abschneiden der deutschen Damen im Slalom kündigt Bundestrainer Jürgen Graller eine harte Analyse an. Doch nicht nur die Deutschen patzen – auch eine Topfavoritin scheitert.

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          Nach dem schlechtesten deutschen Slalom-Ergebnis in der Geschichte der Olympischen Winterspiele hat Damen-Bundestrainer Jürgen Graller eine harte Analyse angekündigt. „Am Ende steht da ein 19. Platz und das ist ernüchternd und schlecht. Da gehören klare Worte gesagt, die ich sicher aussprechen werde“, sagte der Österreicher am Freitag in Pyeongchang. „Das ist einfach ernüchternd und ein Ergebnis, das sehr enttäuschend ist.“

          Olympia-Debütantin Marina Wallner war als einzige des deutschen Trios ins Ziel gekommen und belegte Rang 19. Lena Dürr war im ersten Lauf ausgeschieden, Christina Geiger hatte im Finale ohne Torfehler aufgehört und dies mit ihrer Verletzung an der Achillessehne begründet. „Ich bin wirklich gut losgekommen, dann hat mich meine Verletzung doch ein bisschen gequält“, sagte die am Sprunggelenk angeschlagene Geiger nach ihrem Aus im zweiten Lauf.

          Für den Deutschen Skiverband hält die Durststrecke im Damen-Slalom damit wie erwartet an. Bei Olympia in Vancouver 2010 hatte Maria Höfl-Riesch mit Gold letztmals eine deutsche Slalom-Medaille bei Großereignissen geholt. Seit dem Rücktritt der Partenkirchnerin schafften es die DSV-Torläuferinnen auch im Weltcup nicht mehr zu Podestplätzen. Bislang stand ein 15. Rang als schlechteste Slalom-Plazierung bei Winterspielen.

          Wallner lag dreieinhalb Sekunden hinter der Siegerin Frida Hansdotter aus Schweden, die damit die amerikanische Topfavoritin Mikaela Shiffrin entthronte. Silber holte die Schweizerin Wendy Holdener, Bronze gewann völlig überraschend Katharina Gallhuber aus Österreich. Shiffrin, die sich vor dem ersten Lauf wie schon häufiger in ihrer Karriere übergeben hatte, fehlten acht Hundertstelsekunden auf Gallhuber und Bronze.

          „Das kam plötzlich. Es fühlte sich fast an wie ein Virus“, berichtete Shiffrin nach dem ersten Lauf lachend beim amerikanischen Sender NBC über ihr Befinden. „So etwas wie Erbrechen, es waren weniger die Nerven.“ Shiffrin will nach ihrer verpassten Medaille im Slalom je nach Verlauf der Trainings über einen Start in der Abfahrt am Mittwoch entscheiden. „Entweder die Abfahrt oder die Kombination“, antwortete die 22 Jahre alte Amerikanerin auf die Frage nach ihrem nächsten Rennen. Ihre Teilnahme an der Abfahrt ist damit offen, in der Kombination am kommenden Freitag will Shiffrin auf jeden Fall antreten. Der Super-G an diesem Samstag ist für die Riesenslalom-Olympiasiegerin demnach keine Option.

          Die dominierende Slalom-Fahrerin der vergangenen Jahre war in ihrer Paradedisziplin seit 2013 ungeschlagen bei Großereignissen. Auf WM-Gold in Schladming folgten ihr Olympiasieg in Sotschi, WM-Gold in Vail und WM-Gold in St. Moritz vor einem Jahr. Viermal Gold in Serie ist außer Shiffrin niemandem je gelungen. Zuletzt aber zeigte sie nach einem überragenden Start in die Weltcup-Saison disziplinübergreifend einen Durchhänger, verpasste fünfmal nacheinander das Podium und schied dabei sogar dreimal aus.

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