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Zehnkampf in Götzis : Drei Deutsche hoffen auf den Sieg

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Keiner ist nach dem ersten Tag besser als Kai Kazmirek in Götzis Bild: dpa

Im Zehnkampf-Mekka Götzis dominieren die Deutschen: 27 Jahre nach dem Sieg von Uwe Freimuth haben sein Sohn Rico und Kai Kazmirek gute Siegchancen. Der Amerikaner Taiwo darf auch noch hoffen.

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          Die deutschen Asse Kai Kazmirek, Rico Freimuth und Michael Schrader haben die Konkurrenz beim 41. Zehnkampf-Meeting in Götzis aufgemischt und sind klar auf WM-Kurs. Der EM-Sechste Kazmirek liegt nach der Absage von Weltrekordler Ashton Eaton am Ende des ersten Tages mit 4409 Punkten wie im Vorjahr sogar in Führung. „Am zweiten Tag heißt es, dagegenzuhalten und schauen, dass ich die Position halte“, sagte der Spitzenreiter am Samstag ziemlich geschafft nach dem 400-Meter-Lauf.

          Nach den 100 Metern, Weitsprung, Kugelstoßen, Hochsprung und den 400 Metern belegte der Amerikaner Jeremy Taiwo (4388) Rang zwei. Dicht dicht dahinter folgten die beiden Trainingspartner und WG-Kollegen Freimuth aus Halle/Saale (4331) und Schrader aus Dreieich (4303). Der WM-Zweite Schrader gab bei seinem ersten Auftritt seit der Leichtathletik-WM 2013 in Moskau ein gelungenes Comeback.

          „Ich hatte Krämpfe beim Hochsprung“, meinte der 27-Jährige, „aber es ist echt geil, zurück zu sein. Die Stimmung war atemberaubend.“ Vor dem zweiten Qualifikationswettkampf Ende Juni in Ratingen sind Kazmirek, Freimuth und Schrader nun erste Kandidaten für die drei deutschen Startplätze bei der WM im August in Peking.

          Der Olympia-Sechste Freimuth hatte nach der dritten Disziplin sogar Platz eins übernommen. Da wuchtete er die Kugel auf 15,47 Meter hinaus - so weit wie noch nie in seiner Karriere. Er profitierte aber ebenso wie Schrader von drei ungültigen Versuchen des bis dahin führenden Kanadiers Damian Warner.

          Ashton Eaton sagt kurzfristig ab

          Schrader startete seine Rückkehr auf der internationalen Bühne so schwungvoll, dass er erst einmal der Länge nach auf der Bahn hinschlug: Nach seinen ansprechenden 10,68 Sekunden über 100 Meter stürzte er im Ziel und zog sich Schürfwunden an der Schulter zu. Im Weitsprung musste er dann mit zwei ungültigen Versuchen zittern. Kazmirek brachten vor allem die 2,09 Meter im Hochsprung nach vorne.

          Der 27-jährige Schrader hat 2009 als bislang letzter Deutscher das Sportfest gewonnen. Zuvor war dies nur 1990 Christian Schenk, 1988 Uwe Freimuth, dem Vater von Rico, sowie Guido Kratschmer 1986 und 1976 gelungen. Im „Wimbledon der Zehnkämpfer“ hatte der Tag für die Veranstalter mit einer bitteren Absage begonnen: Weltrekordler und Olympiasieger Ashton Eaton aus den Vereinigten Staaten sagte kurzfristig wegen Rückenbeschwerden ab. Er wandte sich im Mösle-Station sogar persönlich ans Publikum.

          Beste Deutsche ist Carolin Schäfer

          Im Siebenkampf der Frauen führt nach 100 Meter Hürden, Hochsprung, Kugelstoßen und den 200 Metern Eatons kanadische Ehefrau Brianne Theisen-Eaton mit 4031 Punkten vor Daffne Schippers aus den Niederlanden (3995). Die britische Olympiasiegerin Jessica Ennis-Hill lag bei ihrem Comeback fast drei Jahre nach ihrem Triumph von London auf Rang drei (3928). Beste Deutsche war die EM-Vierte Carolin Schäfer aus Friedrichstein als Vierte mit 3879 Zählern.

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