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Golf-Masters in Augusta : Spieth steht wieder an der Spitze

  • -Aktualisiert am

Voll fokussiert: Jordan Spieth Bild: dpa

Das 80. Masters in Augusta beginnt wie das letzte endete: Bei Titelverteidiger Jordan Spieth läuft auch dieses Mal alles wie am Schnürchen – trotz eines Materialfehlers. Die beiden Deutschen starten dagegen durchschnittlich.

          2 Min.

          Das 80. Masters begann am Donnerstag wie das letzte vor einem Jahr endete: Mit Jordan Spieth an der Spitze. Der 22 Jahre alte Texaner eröffnete seine Titelverteidigung  im Augusta National Golf Club mit einer bogeyfreien Runde von 66 Schlägen (6 unter Par). Der Weltranglistenzweite lag nach dem ersten Tag zwei Schläge vor dem Iren Shane Lowry und dem aus Korea stammenden Neuseeländer Danny Lee. Gemeinsam auf Platz vier folgten die Engländer Justin Rose, Ian Poulter und Paul Casey sowie der Däne Sören Kjeldsen und der Spanier Sergio Garcia (alle 69 Schläge).

          Mit dem nordirischen Weltranglistendritten Rory McIlroy und dem Engländer Danny Willett (beide mit 70 Schlägen auf dem geteilten neunten Platz) rangieren sieben Europäer unter den Top Ten – Hoffnung, dass die lange Durststrecke der Profis vom alten Kontinent in diesem Jahr beim Masters endlich endet. Der Spanier José-Maria Olazabal, der diesmal verletzt fehlt, hatte 1999 als letzter Europäer das erste Major des Jahres gewonnen. Die beiden einzigen Deutschen im 89 Spieler starken Feld, Bernhard Langer (72 Schläge) und Martin Kaymer (74), belegen nach der Auftaktrunde die Plätze 21 und 43.

          Überraschend gutes Spiel

          „Meine Runde war heute bei diesem starken Wind noch besser als meine Eröffnungsrunde vor einem Jahr mit 64 Schlägen. Für mich fühlt es sich heute an, als hätte ich 10 unter Par, also 62 gespielt. Heute habe ich endlich ein gutes Ergebnis zustande gebracht, etwas woran es in den letzten Wochen mangelte“, bilanzierte Spieth, der seit seinem überlegenen Sieg beim ersten Turnier des Jahres auf Hawaii nicht mehr unter den Top Ten gelandet war. Dass es in Augusta bei ihm wieder wie am Schnürchen lief, kam ziemlich überraschend, zumal er noch am Mittwochnachmittag entdeckt hatte, dass die Schlagfläche seines Drivers einen Riss aufwies. Sein Ausrüster konnte sofort Ersatz beschaffen.

          Mit dem neuen Driver traf der Titelverteidiger zwar nur 8 von 14 Fairways und auch mit den Eisen nur 12 von 18 Grüns, aber er machte das mit seinem exzellenten Feingefühl auf den Grüns wett. Er benötigte nur 25 Putts. Spieth weiß, dass eine Führung nach der ersten Runde in Augusta nicht unbedingt viel bedeutet, auch wenn er im Vorjahr einen Start-Ziel-Sieg gefeiert hatte.

          Was alles auf diesem tückischen Platz in Augusta passieren kann, demonstrierte unfreiwillig der australische Weltranglistenvierte Jason Day. Nach 14 Löcher war er mit 5 unter Par bis auf einen Schlag an den Spitzenreiter herangerückt, spielte dann aber an den Löchern 15, 16 und 17 Bogey, Triple-Bogey und Bogey und fiel mit 72 Schlägen auf den 21. Platz zurück. Auch der Südafrikaner Ernie Els erlebte ein Debakel, und das gleich am ersten Loch. Der 46 Jahre alte Routinier benötigte insgesamt neun Schläge, davon sechs Putts aus knapp einem Meter Entfernung. Nach 80 Schlägen zum Auftakt und Platz 81 hat Els kaum noch Chancen, den Cut zu überstehen. Beim Masters dürfen nur die besten 50 Spieler und alle, die nicht mehr als zehn Schläge Rückstand auf den Spitzenreiter aufweisen, am Wochenende auf die letzten beiden Runden gehen.

          Martin Kaymer sucht in Augusta noch nach dem besten Schlag. Bilderstrecke
          Martin Kaymer sucht in Augusta noch nach dem besten Schlag. :

          PGA-Champion Day macht sich trotz seiner drei Katastrophen-Löcher noch Hoffnungen auf den zweiten Erfolg bei einem der vier Traditionsturniere: „Sechs Schläge Rückstand sind in drei Runden locker aufzuholen.“ Day teilte sich am Donnerstag unter anderem mit Bernhard Langer den 21. Platz. Der 58 Jahre alte Altmeister erzählte, dass er bei diesen Bedingungen hart kämpfen musste. Drei Bogeys machte er mit drei brillanten Schlägen an den Löcher 13, 14 und 15 wett, an denen er den Ball so nahe an die Fahne schlug, dass die Birdies nur noch Formsache waren. Langer konnte mit seiner Runde im Gegensatz zu Kaymer zufrieden sein.

          „Es war schwer den Wind einzuschätzen, weil er sehr böig war. Ich habe viele gute Schläge gemacht“, sagte Kaymer. Dass dennoch kein besseres Ergebnis als 74 Schläge heraussprang, lag an Fehlern auf den Grüns, aber vielleicht noch mehr daran, dass dem 31 Jahre alten Rheinländer dieser Platz im Gegensatz zu Langer einfach nicht liegt.

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