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Homophober Rugby-Star : „Die Hölle erwartet euch“

  • Aktualisiert am

Israel Folau: „Die Hölle erwartet euch“ Bild: Reuters

Dem australischen Rugby-Topstar Israel Folau droht das Ende seiner Karriere. Der 30-Jährige hatte Homosexuellen, Alkoholikern, Dieben und Atheisten mit der Hölle gedroht.

          Der australische Rugby-Star Israel Folau steht nach einer Hasstirade gegen Homosexuelle vor dem Ende seiner Karriere – oder zumindest vor dem Ausschluss aus der Nationalmannschaft. „Sollte es keine zwingenden mildernden Faktoren geben, ist es unsere Absicht, seinen Vertrag zu kündigen“, teilte Rugby Australia am Donnerstag in einem Statement mit. Allerdings habe der Verband den 30-Jährigen trotz mehrmaliger Versuche noch nicht erreicht.

          Grund für den angedrohten Rauswurf fünf Monate vor der WM in Japan sind verschiedene Botschaften Folaus in sozialen Netzwerken. Darin verkündete der streng religiöse Folau unter anderem, dass auf Homosexuelle die Hölle warte. Der 73-fache Nationalspieler ist für die New South Wales Waratahs in der Liga Super Rugby aktiv.

          „Izzy“ Folau hatte am Mittwoch auf seinem Instagram-Konto eine Botschaft veröffentlicht, in der es an die Adresse von „Trinkern, Homosexuellen, Ehebrechern“ heißt: „Die Hölle wartet auf Euch.“ Unter seinem Namen steht „Leben für Christus. #TeamJesus.“ Auf Instagram folgen ihm mehr als 300.000 Leute. Auf Twitter empörte er sich darüber, dass bei Eintragungen ins Geburtenregister im Bundesstaat Tasmanien künftig das Geschlecht nicht mehr festgelegt werden muss.

          Schon im vergangenen Jahr war Folau durch eine homophobe Äußerung auf Instagram negativ aufgefallen. Der Verband habe ihm seither „wiederholt klar gemacht, dass alle Social-Media-Beiträge oder -Kommentare, die Menschen aufgrund ihrer Sexualität in jeglicher Art respektlos behandeln, zu Disziplinarverfahren führen“, hieß es in dem Statement: „Israel hat zwar ein Recht auf seine religiösen Überzeugungen, aber die Art und Weise, wie er diese Überzeugungen zum Ausdruck gebracht hat, widerspricht den Werten des Sports. Wir möchten klarstellen, dass er mit seinen jüngsten Social-Media-Beiträgen nicht für das Spiel spricht.“ Der Verband ist sowohl für den nationalen Spielbetrieb als auch für die Nationalmannschaft zuständig.

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