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Eisschnelllauf-Bundestrainer : Bouwman klagt gegen Kündigung

  • Aktualisiert am

Bietet der Pechstein-Große-Allianz die Stirn: Bundestrainer Erik Bouwman. Bild: Picture-Alliance

Kaum ist Matthias Große kommissarisch im Amt, schon entlässt er Erik Bouwman, der sich mit Großes Freundin Claudia Pechstein überworfen hatte. Doch der Bundestrainer lässt sich das nicht gefallen.

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          Erik Bouwman wird gegen seine Kündigung als Bundestrainer der deutschen Eisschnellläufer rechtliche Schritte einleiten. Das sagte der Niederländer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Tags zuvor hatte Matthias Große, der kommissarische Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft, in Berlin verkündet, dass Bouwman schriftlich das Ende seines Arbeitsverhältnis zum 31. Juli mitgeteilt worden sei.

          „Ich gebe zunächst inhaltlich keine Kommentare zu der Kündigung ab. Mit dem Fall sind jetzt meine Anwälte beschäftigt“, sagte Bouwman. Der Niederländer erklärte, auch weiterhin bis mindestens zum 31. Juli seinen Pflichten als Bundestrainer nachkommen zu wollen. „Mein Vertrag geht bis zum 31. Dezember 2020“, sagte er. Offensichtlich dreht sich der Rechtsstreit mit der DESG nun um eine entsprechende Abfindung.

          „Ein Bundestrainer, der die Bewerbung um das höchste Amt der DESG als einen Witz bezeichnet und die erfolgreichste deutsche Eisschnellläuferin Claudia Pechstein „zum Kotzen“ findet, gehört nicht in dieses Amt“, hatte Große tags zuvor erklärt.

          Hintergrund ist das seit einem Jahr anhaltende Zerwürfnis zwischen Großes Lebensgefährtin Claudia Pechstein und Bouwman, seit dieser erklärt hatte, er habe „null Bock“, die fünfmalige Olympiasiegerin zu trainieren. Daraufhin hatte es eine monatelange Schlammschlacht zwischen beiden Seiten gegeben. Diese mündete in einem offenen Brief Bouwmans vor der Mehrkampf-WM in Hamar, in dem er der 48 Jahre alten Berlinerin vorwarf, „boshaft“ und „peinlich“ zu sein. Damit hatte er sich scharfe Kritik von Große eingehandelt.

          DESG-Athletensprecher Moritz Geisreiter kritisierte die Entlassung im Magazin „Spiegel“. „Wir verstehen nicht, was das sportfachlich bringen soll. Im Gegenteil. Es entsteht der Eindruck, da wird nur eine persönliche Rechnung beglichen“, sagte der Inzeller. Die Sportler hätten immer voll hinter Bouwman gestanden.

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