CHIO : Warum die Corona-Version besser ist als nichts

Überall trifft man auf die Geister der Soers. Der Corona-Abklatsch des CHIO bringt großen Sport vor kleiner Kulisse. Niemand klagt. Auch wenn die Abwesenheit des Publikums schnell bemerkt wird. Doch es gibt Lösungen.
Springreiter sind handfeste Leute und nicht unbedingt die größten Philosophen. Aber alle, die da waren, haben es bei der coronabedingten Nachholversion des Reitturniers in Aachen gespürt und zum Teil auch beklagt: die Anwesenheit des Abwesenden. Es war eine arg reduzierte Show, nur Springen statt fünf Disziplinen, und mit knapp 200.000 Euro Preisgeld statt 3,5 Millionen. Aber besser als gar nichts. „Dass wenigstens etwas Kleines stattfindet, das ist immens wichtig“, sagte der ehemalige Europameister Christian Ahlmann. Doch als er am Samstagmorgen auf das Gelände kam, wurde ihm das Herz schwer. Ein einziger ehrenamtlicher Ordner in der offiziellen grünen Jacke des CHIO Aachen am Eingang, wo bei einem üblicherweise die Pferdeleute durcheinander wuseln – das war’s. Die beiden seufzten ein bisschen zusammen. „Das fehlt so“, sagte Ahlmann.





